Test: Opera VPN – ist kein VPN, sondern ein Web-Proxy! Das Geschäftsmodell braucht Deine Daten.

Opera VPN

$0.00
Opera VPN
2.42

Geschwindigkeit

5/10

    Privatsphäre

    0/10

      Ausstattung

      1/10

        Kundenservice

        1/10

          Preis

          5/10

            Positiv

            • Opera VPN ist nahtlos im Browser integriert
            • Kostenlos erhältlich

            Negativ

            • Keine Datensicherheit.
            • Ist ein Web-Proxy und kein VPN-Dienst - Irreführung
            • Datenschutzbedingungen erlauben die weitergabe der Aktivitäten und Logfiles an Dritte!
            • Hier wird Sicherheit vorgschauckelt allerdings werden die Benutzer selbst zu den

            Opera Software hat kürzlich bekanntgegeben, dass ab sofort ein „kostenloses VPN für den besseren Schutz der Privatsphäre“ in den Opera-Browser implementiert wurde. Allerdings kamen bereits beim Durchlesen der Geschäftsbedingungen uns sofort Zweifel.

            Was viele unserer Leser immer noch denken ist, dass die Firma Opera maximale Datensicherheit bietet. Der integrierte Werbeblocker im Browser vermittelt auch diesen Eindruck. In der Realität aber handelt das börsennotierte Unternehmen natürlich mit Gewinninteressen. In den Investoreninformationen finden sich dazu auch die genaueren Beweggründe für die Einführung der „VPN-Services“ (Opera VPN + SurfEasy). „Diese Services erlauben eine gezieltere Nutzerausrichtung von Werbeinhalten und führt langfristig zu einem kontiuierlichen Umsatzwachstum im Bereich des Werbeeinnahmen durch unsere Kunden.“

            Der „Opera Browser“ und die Produkte „Opera VPN“ und „SurfEasy“ sind damit die Instrumente um die Nutzer genauer zu kennen und entsprechende Daten darüber an Werbekunden noch teurer zu verkaufen!

            Opera bietet kein „echtes“ VPN!

            „VPN“ (Virtuelle Private Netzwerkverbindung)“ ist ein Begriff aus dem Bereich der Netzwerktechnik.

            Es bedeutet, dass zwei Geräte eine direkte Verbindung zueinander aufbauen die verschlüsselt stattfindet. Technisch gesehen basiert dies darauf, dass sich der VPN-Client an den VPN-Server anmeldet und dabei wie auch am Heim-Router, eine einmalige interne  IP-Adresse zugewiesen bekommt.  Dies passiert bei „Opera VPN“ jedoch nicht, dort wird eine authentifizierungsfreie ProxyVerbindung erstellt (Das Endgerät sendet seine Daten ohne weitere Überprüfung an den Proxy.  Dabei muss das Gerät dieser Verbindung zu 100% vertrauen. Diese übertragenen Daten werden zwar auch verschlüsselt übertragen, bietet aber nicht den vollen Netzwerkzugang, da diese auf die Daten des Browsers begrenzt sind.

            Es handelt sich daher bei „Opera-VPN“, um einen „Proxy-Dienst“ und nicht um einen „VPN-Service“.

            Im Unterschied zu einer einfachen Adressumsetzung (NAT – VPN) kann ein Proxy-Server, die Kommunikation selbst führen und beeinflussen, statt die Pakete ungesehen durchzureichen. Er kann die die Daten zusammenhängend analysieren, Anfragen filtern und bei Bedarf beliebige Anpassungen vornehmen, aber auch entscheiden, ob und in welcher Form die Antwort des Ziels an den tatsächlichen Client weitergereicht wird. Mitunter dient er dazu, bestimmte Antworten zwischenzuspeichern, damit sie bei wiederkehrenden Anfragen schneller abrufbar sind, ohne sie erneut vom Ziel anfordern zu müssen. Proxy-Dienste werden zur Kontrolle, Protokollierung und und auch zur Überwachung eingesetzt.

            Opera VPN ist ein Web-Proxy!
            Opera VPN ist ein Web-Proxy!

            Opera VPN bietet keinen VPN-Schutz

            Was Opera als VPN anpreist, ist nichts weiter als ein Web-Proxy-Server. Zudem muss man aufgrund Opera’s Geschäftsmodell davon ausgehen, dass Nutz- und Traffic-Daten an Werbepartner verkauft werden. Das ist aber genau das Gegenteil von Sicherheit. Andere Tools wie WOT haben sich als Datenkraken herausgestellt!

            Das Opera Geschäftsmodell:
            „Mehr Nutzer = bessere Daten darüber = höherer Werbeumsatz“

            Das Opera ein gewerbliches Unternehmen aus Norwegen ist mit Gewinnabsichten, sollte bekannt sein, jedoch hält sich vielerorts hartnäckig der Glaube dass es sich dabei im ein „Non-Profit“ Unternehmen handeln würde. Das ist aber keinesfalls richtig.

            Opera ist ein börsennotiertes Unternehmen und verdient Geld, indem es Werbeeinnahmen generiert. Dies erfolgt darüber, dass Benutzerdaten verwendet werden um Werbepartnern exakte Daten über die Benutzer zu ermöglichen und dann gezielte Werbung zu platzieren. Also Opera ist Teil der weltweiten „Wir erfassen die Nutzeraktivitäten und verkaufen dann Werbung die gezielt auf diese abzielt“ Wirtschaft. Man sollte sich da keine anderen Illusionen machen.

            Um die Nutzer so gut wie möglich zu kennen und damit auch höhere Werbeerträge zu erwirtschaften, wurden Produkte wie Opera-VPN und auch SurfEasy veröffentlicht. Damit gelingt es ein maximum an Informationen der Benutzer zu sammeln und diese Daten eben für Werbung verwenden zu können.

            Opera-VPN Auszug aus den Datenschutzbedingungen
            Opera-VPN Auszug aus den Datenschutzbedingungen

            Opera VPN ist ein Web-Proxy und kein VPN-Service.

            In dem sie einen Proxy Server verwenden, können Sie damit alle Daten die darüber gehen, selbst wenn diese „https://“ verschlüsselte Seiten betreffen einsehen, speichern und manipulieren. Dabei merkt die der Benutzer nicht. Im

            Proxy-Dienste sind „Stellverteter“ und keine Routerdienste. Die Gefahren die dabei davon ausgehen zeigen, dass man einem Proxy-Anbieter immer zu 101% das Vertrauen schenken muss!

            Proxy Server sind Stellvertreter
            Proxy Server sind Stellvertreter

             

            Im März 2015 hat Opera SurfEasy übernommen, um eine VPN-Lösung für alle Nutzer anzubieten. Wie allerdings mehrere Sicherheitsexperten gezeigt haben, ist das nicht der Fall: Stattdessen wird bei Web-Verbindungen lediglich ein Proxy zwischengeschaltet. HelpNet Security beschreibt, wie dies technisch funktioniert:

            „Nachdem die Funktion im Browser aktiviert wurde, sendet Opera eine API-Anfrage an https://api.surfeasy.com, um die proxy IPs und Zugangsdaten zu erhalten. Der Browser verbindet sich dann mit einem Proxy-Server wie de0.opera-proxy.net dessen IP-Adresse nur innerhalb Operas mit aktiviertem „VPN“ erreichbar ist. Es ist ein HTTP/S-Proxy, der Authetifizierung erfordert.“

            Sicherheitsexperten warnen vor Datenschutzrisiko

            Die Sicherheitsexperten weisen außerdem darauf hin, dass dies ein Datenschutzrisiko darstellt:

            Wenn der Proxy-Server eingerichtet wird, erfragt der Browser eine „device_id“, die den Nutzer eindeutig identifizieren kann. Diese device_id, die permanent in Ihrem Browser verbleibt, wird dann bei jedem Webseiten-Aufruf an den Proxy-Server gesendet.

            Das ist bedenklich, wenn man Opera’s Geschäftsmodell in Betracht zieht. Laut deren Privacy Statement werden die Daten zu Marketingzwecken auch an Dritte weitergeben. Zudem erfasst SurfEasy Nutzungs- und Bandbreiten-Logs.

            Opera VPN zusammengefasst:

            Nicht nur das Opera’s „Free VPN“ überhaupt kein VPN ist, es kompromittiert möglicherweise auch Deinen Datenschutz.

            Denke immer daran: „Wenn Du für ein Produkt nichts bezahlst, sind die Chancen gut, dass DU das Produkt bist!“

            Opera VPN hat in seinen  Geschäftsmodell und auch den Bedingungen auch festgehalten, dass es Daten an Dritte weitergibt für Werbezwecke usw.

            Wenn Du sicherstellen möchtest, dass du anonym im Netz sein kannst und dass all deine Daten stark verschlüsselt bleiben, solltest Du lieber einen überprüften und transparenten VPN-Service benutzen. Da es dann auf einem Geschäftsmodell beruht, das auf keine Werbung über Drittparteien angewiesen ist. Als Alternative wäre aber auch TOR/Onion auch kostenlos nutzbar.

            Schreibe einen Kommentar