ProtonVPN Test – Schweizer Service den man kostenlos verwenden kann.

ProtonVPN

4.00
8.1

Geschwindigkeit

9.0/10

Privatsphäre

9.3/10

Ausstattung

8.8/10

Kundenservice

7.1/10

Preis

6.2/10

Positiv

  • Schweizer Service mit ausgezeichneter Transparenz
  • TOR Anbindung ist möglich aber nur in höheren Tarifen
  • Kostenloser Tarif dauerhaft erhältlich

Negativ

  • Komplexe Tarifstruktur mit vielen Optionen
  • Relativ gesehen hoher Preis, wenn man ProtonMail nicht bereits verwendet.
  • Ausschließlich das OpenVPN und IKEv2 Protokoll

Schweizer VPN Service, der auch kostenfrei nutzbar ist.

ProtonVPN ist der VPN Service des häufiger bekannten ProtonMail Services aus der Schweiz. Viele Anbieter bauen derzeit auf vereinfachte Tarifstrukturen, um den Nutzern die Übersicht zu vereinfachen. ProtonVPN hingegen fängt bereits mit einem nicht ganz durchschaubaren Tarifmodell an. Neben kostenpflichtigen Tarifen kann man aber ProtonVPN kostenlos nutzen. Viele unserer Leser fragen daraus resultierend nun nach unserer Meinung und unseren ProtonVPN Erfahrungen. Aus diesem Grund haben wir uns den Service einmal genauer angesehen und folgenden ProtonVPN Test dazu erstellt.

Übersicht ProtonVPN

Transparenz und Schweizer Gesetzgebung

Vornweg im ProtonVPN Test gleich einmal das Wichtigste: Wie sieht es mit dem Schutz deiner Daten aus? ProtonVPN versucht mit maximaler Transparenz zu agieren. So veröffentlicht  das Unternehmen auch Transparenzberichte zu Auskunftsersuchen und beantwortet Anfragen direkt auf seiner Webseite (Transparenzbericht ProtonVPN). Das stellt zweifellos eine vertrauenserweckende Maßnahme dar und kann unserer Ansicht nach nur Nachahmer finden. Der notwendige Vorgang ist einmalig, denn das Unternehmen handelt gemäß dem Schweizer Gesetz, welches Abmachungen mit den USA zur Verhinderung von Urheberrechtsverstößen respektiert.

Bei Urheberrechtsverletzung Herausgabe von Daten?

US-Urheberrechtsvertreter vom Schweizer Staat verlangen nämlich, bei Verstößen gegen die eigene Verfassung zu verstoßen und persönliche Daten über Schweizer Bürger auch bei zivilrechtlichen Angelegenheiten weiterzugeben: Urheberrecht: USA setzen Schweiz auf «Watch List» Allerdings konnte die amerikanische Unterhaltungsindustrie bei Musterstrafverfahren gegen die derzeit gültige Schweizer Rechtsprechung bislang keine nennenswerten Erfolge erzielen. Geht es nach den USA, soll sich das bald ändern. Verhältnisse wie in Deutschland wären die Folge.

Dahingehend wird man auch anhand von ProtonVPN beobachten können, wie sich das Unternehmen in den nächsten Monaten verhält. (Siehe auch Absatz “Mietserver und keine eigenen IP-Adressen …“)

Serverstandorte und Datensicherheit

Zu Beginn von ProtonVPN war davon auszugehen, dass ProtonVPN nur auf eigene Server (Hardware) setzen wird. Dies hat sich leider in den letzten Wochen als nicht zutreffend herausgestellt. Vermutlich unter dem Druck der Nutzer, mehr Standorte und auch Server anbieten zu können, wurden auch Server für den Betrieb zugemietet. Zum aktuellen Datum sind dies 112 Server in 14 verschiedenen Ländern, welche dem ProtonVPN Nutzer zur Verfügung stehen. Vorausgesetzt, er hat einen entsprechenden Tarif gewählt.

Nur OpenVPN Protokoll im Einsatz!

Unsere ProtonVPN Erfahrungen haben gezeigt, dass VPN-Daten über 256-bit Verschlüsselung mit AES Standard gesichert werden. Damit entsprechen sie dem allgemeinen Standard für OpenVPN Datenübertragung. Dass der Anbieter dies als höchsten Standard darzustellen versucht, gehört, wie auch bei anderen VPN-Anbietern üblich, zur Marketingstrategie. Wir konnten bei unserem ProtonVPN Test auch feststellen, dass OpenVPN sauber und sicher von der Authentifizierung bis hin zur Datenübertragung implementiert wurde. Bislang ist es aufgrund der geringen Kompatibilität, die ProtonVPN durch die Konzentration auf dieses eine VPN-Protokoll hat, leider nicht möglich, andere Geräte außerhalb der eigenen Software zu verwenden.

Mietserver und keine eigenen IP-Adressen …

ProtonVPN verwendet, wie wir bei unserem ProtonVPN Test herausgefunden haben, gemietete dedizierte Server. Die verwendeten IP-Adressen werden dabei von den Hostern der Server zur Verfügung gestellt. Dabei erweitert ProtonVPN die aktiven Server laufend, um auch bei steigender Nutzeranzahl immer eine gute Performance bieten zu können. Die IP Adressen sind zwar auf die Hoster registriert.

ProtonVPN kostenlos nutzen – dauerhaft

Du kannst ProtonVPN kostenlos nutzen. Es gibt einen kostenfreien Tarif ohne Datenlimitbeschränkungen. Die Server-Standorte sind USA, Niederlande und Japan. ProtonVPN selbst gibt die Geschwindigkeit mit “Medium” an. Wir konnten in unserem ProtonVPN Test damit maximal 5.120KBit/s (unsere Testwerte) übertragen. Dies scheint die eingestellte Limitierung des Services für die Nutzer zu sein, welche den Service kostenfrei nutzen wollen. Das reicht aus, um zum Beispiel YouTube Videos anzusehen. Gut dabei ist, dass die Nutzung nicht auf bestimmte Geräte beschränkt wurde. Du kannst damit also nicht nur alle Apps des Anbieters, sondern auch andere Geräte wie Router nutzen.

Kostenlose ProtonVPN Server - Überlastet!
Kostenlose ProtonVPN Server – Überlastet!

ProtonVPN Erfahrungen: Serverüberlastungen für nicht zahlende Nutzer

Was uns aber bei unserem ProtonVPN Test aufgefallen ist: Jene Server, welche für die nicht zahlenden Nutzer betrieben werden, weisen natürlich auch deutliche Überlastungserscheinungen auf. Dadurch kann es zu Spitzenzeiten auch zu deutlicher Reduktion der Übertragungsgeschwindigkeit kommen.

Aber dennoch das beste “kostenlose” Angebot das wir bisher gefunden haben!

Diesen unseren ProtonVPN Erfahrungen nach sollte man die kostenlose Version/Server nicht für Filesharing oder Streaming nutzen!

Man kann daher vom kostenlosen Tarif keine wirklichen Rückschlüsse auf die eigentliche Leistung des Services erwarten. Ohne jede Frage sind die Server, die man in den Kauftarifen nutzen kann, deutlich schneller. 

Software & VPN-Anwendungen

ProtonVPN hat nur eine eigene Anwendung für Windows im Angebot. Sämtliche andere Geräte sollen durch freie OpenVPN Software via Verwendung der OVPN-Dateien (Konfigurationsdateien) genutzt werden. Dies ist zwar einerseits verständlich: Denn die Entwicklung von Software und Anwendungen ist teuer und auch aufwendig zu warten bzw. im Kundenservice zu betreuen. Für die Nutzer bedeutet das aber, dass sie nicht einfach den Service installieren können. Sicherheitsfunktionen wie der Schutz vor WebRTC-Leak, DNS-Leak usw. werden dabei der manuellen Konfiguration der Nutzer überlassen. Aus unserer Erfahrung muss man sich aber wirklich gut in die Materie einarbeiten, um entsprechend sichere Konfigurationen für das eigene Gerät zu realisieren. Dies ist nach unserem ProtonVPN Test derzeit als eindeutiger und wesentlicher Nachteil für die meisten möglichen Nutzer zu nennen.

Kein vollständiger Schutz durch die eigene Software

Die Windows-Version ist einfach völlig überladen mit Grafiken. Um ehrlich zu sein ist dies weder notwendig, noch sinnvoll. Für Windows 10 konnten wir bei unserem ProtonVPN Test außerdem feststellen, dass dadurch unter üblichen Bedingungen kein WebRTC Leak Schutz und auch kein DNS-Leakschutz erreicht wird. Das ist in der Realität anders, als es ProtonVPN selbst beschreibt. Dabei handelt es sich ganz klar um ein erhebliches Problem. Besonders für unbedarfte Benutzer, welche sich in Sicherheit wiegen.

ProtonVPN für Windows
ProtonVPN für Windows: Grafisch überladen, aber auf manchen Versionen unsicher!

Die TOR (Onion) Einbindung ist durchaus sinnvoll.

Was uns aber gefällt und auch ein wirklich großes Lob beim ProtonVPN Test verdient, ist die Aufnahme dieser Funktion. Denn hiermit kann man das Onion Netzwerk (TOR) direkt über einen VPN-Server des Anbieters nutzen. Das bringt einige Vorteile. Zudem hilft es dabei, einen gefährlichen Leak im TOR Netzwerk, den derzeit zwar nur wenige internationale Behörden nutzen können, zu umgehen.

Dass man dafür aber einen speziellen Tarif benötigt und dann auch noch extra dafür bezahlen muss, empfinden wir als unverhältnismäßig.

Die ProtonVPN SecureCore Funktion

Mit “SecureCore” meint ProtonVPN, dass Daten die zwischen den VPN-Servern laufen auch über eigene VPN-Verbindungen erfolgen. Also dass die Nutzer, die sich nun zu Server B verbinden,  zuvor mit A verbunden werden. Dabei wird dessen verschlüsselte Verbindung zu Server B  genutzt. Technisch gesehen ok, denn einzelne Verbindungen im Internet können nicht mehr nachverfolgt werden, da diese über immer bestehende VPN Datenverbindungen geführt werden. Das ist zweifesfrei ein Vorteil der auch als Maßnahme gegenüber Massenüberwachung und sogar gegen gezielte Überwachung angeführt werden kann.

Unsere ProtonVPN Erfahrungen zeigen aber: Jene Server, welche die Funktion nutzbar machen, sind stark limitiert. Darüber hinaus stehen sie ebenfalls nur zur bei höherpreisigen Tarifen zur Verfügung.

Der ProtonVPN Kundenbereich

ProtonVPN Tarife

Bei ProtonVPN gibt es 4 verschiedene Tarife, welche sich im Umfang der gebotenen Leistungen unterscheiden. Darunter auch die Möglichkeit, ProtonVPN kostenlos nutzen zu können.


ProtonVPN kostenlos verwenden!
ProtonVPN kostenlos verwenden!

Fazit zu unserem ProtonVPN Test

ProtonVPN macht vieles richtig, wie unsere ProtonVPN Erfahrungen zeigen. Nichtsdestotrotz ist der Schweizer Service aber dennoch nur im oberen Segment, nicht an der Spitze im direkten Vergleich zu finden. Der Grund dafür ist, dass die gebotenen Leistungen sich auch richtig in den Kosten niederschlagen und vergleichbare Services oftmals deutlich mehr bieten. Außerdem wird der Service ausschließlich in Englisch angeboten. Es gibt aber vieles, dass der Service richtig macht: Die Integration von TOR ist zweifellos sehr gut und der Service lässt sich auch sicher und gut auf Routern verwenden. Außerdem kannst du ProtonVPN kostenlos nutzen. Mit dem freien Tarif hast du keinerlei Datenlimit. Entsprechend stellt er für viele Gelegenheitsnutzer auch eine echte Alternative zu einem kostenpflichtigen Service dar. Alles in allem zeigt unser ProtonVPN Test, dass wir es mit einem professionellen und technisch gut gelöstem Service zu tun haben.

Achtung: Wir bewerten hier nicht den E-Mail Service “ProtonMail” (hier kommst du zu unserem Testbericht), In vielen Fällen wird eine Kombination aus VPN + Mailservice auch wirklich attraktive Preise ergeben.

Zusammenfassung
Kann man ProtonVPN wirklich empfehlen? Der Testbericht mit allen Fakten
Beitragstitel
Kann man ProtonVPN wirklich empfehlen? Der Testbericht mit allen Fakten
Beschreibung
Der Schweizer Anbieter konnte in unserem VPN-Test nicht überzeugen. Ein hoher Preis und die nicht wirklich fertige Software sind nicht miteinander kompatibel. Auch wenn der Anbieter einige gute Ansätze gefunden hat, so ist das Gesamtpaket derzeit noch keineswegs empfehlenswert.
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vavt.de
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4 Gedanken zu “ProtonVPN Test – Schweizer Service den man kostenlos verwenden kann.”

  1. Geschwindigkeit

    8.5

    Privatsphäre

    9

    Ausstattung

    9

    Kundenservice

    8.5

    Preis

    8

    Die Angabe »Letzte Aktualisierung: 8. März 2019« erweckt leider den falschen Eindruck, als seien die Angaben im Artikel bereits auf den neuesten Stand gebracht.

    Vergleicht man die Aussagen des Artikels mit denen auf den ProtonVPN-Seiten, scheint es jedoch, als beziehe sich der Artikel auf einen völlig anderen Anbieter. Auf den ersten Blick sind so viele der Angaben offenkundig veraltet, daß der Leser sich fragen muß, wie es um den Rest bestellt ist. Der in einer Kommentarantwort zu findende Hinweis des Verfassers auf eine geplante Aktualisierung erfolgt für den Leser verspätet. Wünschenswert wäre ein deutlicher Hinweis an prominenter Stelle, daß der Artikel nur mehr historischen Wert hat.

    Sehr zu schätzen an den Artikeln auf »VPN-Tester« ist dagegen, daß sie sich durch große Detailfülle auszeichnen und dadurch den Eindruck von Kompetenz und Objektivität vermitteln. Für Leser, die kein ausgedehntes Wissen über sicherheitstechnische Feinheiten besitzen, ist die Lektüre aufschluß- und lehrreich. Gerade dieser Umstand trägt hier aus dem genannten Grunde jedoch eher zur Verwirrung bei.

    Abstriche an der ansonsten lobenswert erscheinenden angestrebten Objektivität ergeben sich aus dem etwas sachfremd anmutenden Vergleich des Gratis-Angebots von ProtonVPN mit kostenpflichtigen Angeboten anderer Anbieter und der wiederholten Betonung, daß die bessere Leistung (Secure Core & Tor) nur im teureren »Plus«-Tarif geboten werde. Das (eingeschränkte) Gratis-Angebot scheint dem Anwender als ein Pluspunkt, stellt aber keineswegs das eigentliche Produkt dar, das es zu bewerten gilt.

    Gespannt darf man darauf sein, zu welchem Ergebnis eine eingehendere Betrachtung des ProtonVPN-Sicherheitsmodells in einer Neuauflage des Artikels kommen wird. Wenn, wovon auszugehen ist, Rechenzentrenbetreiber und Netzwerk-Anbieter von VPN-Anbietern die größte Schwachstelle in Sachen Sicherheit darstellen und ein VPN-Anbieter im Zweifelsfall von einem gegen sein Rechenzentrum ergangenen gerichtlichen Sicherungsbeschluß nicht einmal Kenntnis erlangen würde, fragt sich, ob nicht das Secure Core-Konzept tatsächlich die sicherste Lösung in dieser Hinsicht darstellt. Zitat (eigene Übersetzung):

    »Secure Core ermöglicht es uns, uns gegen diese Bedrohung der VPN-Datensicherheit zu schützen, indem wir den Benutzerverkehr über mehrere Server weiterleiten. Wenn Sie sich mit einem Server in einer Region mit hochgradig risikobehafteter Jurisdiktion wie den USA verbinden, wird Ihr Datenverkehr zunächst über unsere Secure Core-Server geleitet. Selbst wenn ein Angreifer unsere Server in den USA überwachten sollte, könnte er den Datenverkehr nur bis an den Rand unseres Secure Core-Netzwerks zurückverfolgen, was es viel schwieriger macht, die wahre IP-Adresse und den Standort von ProtonVPN-Benutzern zu ermitteln. Während es keine 100%ige Sicherheit gibt, ist Secure Core eine der vielen Methoden, mit denen ProtonVPN bessere Sicherheit und Privatsphäre bietet, indem es vor komplexen Angriffen schützt, die andere VPNs nicht abzuwehren vermögen.« (Quelle: https://protonvpn.com/support/secure-core-vpn/)

    • Danke für die Information. Wir werden den Anbieter einem erneuten Test unterziehen und dann hier veröffentlichen. Aufgrund einer eingeschränkten Ressourcenplanung erfolgt dies generell nur alle paar Monate.

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