Aktuell: SaferVPN Service wurde von J2Global übernommen!

Marktbereinigung bei VPN Anbietern

Der Zusammenschluss und die Marktbereinigung geht weiter auch im Bereich der VPN-Services. Etwas überraschend wurde nun auch der ehemalig israelische Anbieter „SaferVPN“ von dem globalen Finanzinvestor „J2Global“ übernommen. Damit reiht sich der Service in eine lange Liste von VPNs ein, welche dem Unternehmen bereits gehören: IPVanish VPN, StrongVPN, VIBRE, enrcypt.me usw.

Was dies nun für die Zukunft von SaferVPN bedeuten kann und was sich bereits ändert, darauf gehen wir im folgenden Artikel genauer ein.

 

SaferVPN von J2Global übernommen
SaferVPN von J2Global übernommen

J2Global der weltweite Hecht im VPN Karpfenteich

J2Global lebt davon sich bereits etablierte Onlineservices mit einer vorhandenen Kundenbasis einzuverleiben. „Akquisition“ bedeutet dies und stellt für die Kunden nicht direkt unmittelbar aber dennoch mittelfristige deutliche Gefahren dar. Zum einen ist das Unternehmen an der NASDAQ börsennotiert und verpflichtet sich daher auch zur Einhaltung alle US Gesetze.

US Gesetzgebung wird weltweit exekutiert ohne auf lokale Gesetze Rücksicht zu nehmen

Würde das Unternehmen nicht bei allen Tochterfirmen US-Rechte durchsetzen, dann würden sehr rasch Investoren und der Börsenkurs Kopfstehen. Das wird sich J2Global sicher nicht antun. Darum sind Unternehmen des Finanzkonzerns generell und egal in welchen Land diese registriert sind auch zur Mitarbeiter bei den US Behörden verpflichtet. Die Daten der Nutzer somit direkt auch der US-Überwachungsindustrie ausgeliefert.

SaferVPN wurde von J2Global übernommen
SaferVPN wurde von J2Global übernommen

Was passiert nun mit SaferVPN?

Wenn ich darauf zurückblicke, welche Massnahmen bei anderen VPNs auffallend waren, dann sticht mir in erster Linie Auge, dass die Übernahme stets das Ende der Investitionen bedeutete. Die Unternehmen werden weitergeführt aber nicht weiter entwickelt. Das Ziel ist es, den Kaufpreis über einen Fortbetrieb der Services so lange als möglich und so profitabel wie möglich hereinzubekommen. Darunter stehen dann Investitionen in neue Funktionen oder auch den Ausbau von Infrastruktur nur im Weg.

Kurzfristig waren die folgenden Massnahmen zu beobachten:

  • Kein weiterer Ausbau von Infrastruktur
  • Anwendungen und Softwarelösungen erhielten keine Updates mehr
  • Abbau und Zusammenlegung von Kundenservice. Was merkbar längere Antwortzeiten und ein großes Maß an unqualifizierten Antworten zur Folge hat.
  • Preisliche Aktionen werden nicht mehr durchgeführt.
  • Bestandskunden werden an Kündigung soweit es geht gehindert indem Kündigungsprozesse verkompliziert werden.

Wie geht es weiter?

Kurzfristig werden Nutzer des Services woh keine Unterschiede feststellen.  In weiterer Folge aber sollten Kunden sich eventuelle Alternativen immer wieder auch ansehen und Kündigungsprozesse zumindest auch beobachten. Vor einer weiteren Verlängerung des Services ist zwar derzeit sicherlich noch nicht abzuraten, aber man kann sich bei einem ablaufenden Service schon bereits Alternativen überlegen. Ein Umstieg ist meistens auch einfacher als vielfach angenommen.

Ist SaferVPN nur unsicher?

Ich denke nicht, dass der Verkauf direkten also unmittelbaren Einfluss auf den Zugriff durch US Behörden haben wird.

Innerhalb eines Jahres aber, wenn die Übernahme auch rechtlich vollständig umgesetzt wurde, dann werden auch die US Gesetze zur Datenübermittlung ausländischer Kunden greifen. Spätestens dann werden wie es auch bei IPVanish, StrongVPN und anderen VPNs mit US Sitz es der Fall ist, US Behörden auch ohne richterlichen Beschluss auf die Daten der Nutzer zugreifen können.


Wir werden SaferVPN nun noch genauer beobachten!

Der Service wurde von uns bereits mehrfach getestet und hat bisher viele zufriedene Kunden. Wir werden nun aber einmal pro Monat einen genaueren Blick darauf werfen und Änderungen im Verhalten oder bei den Leistungen sofort auf unseren Testbericht dazu veröffentlichen.


Fakten zu J2Global

J2Global Finanzinvestor
J2Global Finanzinvestor

Der NASDAQ notierte Börsenkonzern strebt in seiner Strategie die Übernahme möglichst profitabler Unternehmen an. Durch Synergieeffekte und Einsparungen werden diese zu rentablen Objekten. Insgesamt hat J2Global bisher 176 Unternehmen zugekauft und steigert die Gewinne damit durch Zusammenlegung von Support und einen Investitionsstop in den Unternehmen. Kunden werden üblicherweise zusätzlich wo es möglich ist durch komplizierte Vertragsbedingungen gebunden.


Erstellt am:28. Juli 2019

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