10 Tipps für schnelleres Internet

Egal ob du die neueste Game of Thrones Staffel streamen, Online-Gamen oder etwas downloaden willst: Eine langsame Internetverbindung ist richtig ärgerlich und mühsam. Wir verraten dir die 10 besten Tipps für schnelleres Internet. Dann kann dir dein Online-Vergnügen nichts mehr verderben!

Schnelleres Internet
Natürlich könntest du den Internetprovider wechseln. Aber das ist manchmal nicht möglich bzw. bringt es vielleicht nicht wirklich viel, kostet aber ordentlich. Unsere 10 Tipps für schnelleres Internet sind entweder ganz kostenlos oder jedenfalls günstiger als ein Upgrade deines Internetpakets.

Bevor du mit unseren Tipps durchstartest, führe zuerst einen Geschwindigkeitstest durch. Dann weißt du fix, ob dein Internet tatsächlich zu langsam ist. Einen solchen Test kannst du ganz einfach online machen – z. B. auf speedtest.net. Die Ergebnisse daraus vergleichst du mit den versprochenen Geschwindigkeiten deines Providers. Gibt es tatsächlich Unterschiede, dann heißt es, für schnelleres Internet aktiv werden!

1. Installiere Antivirus Software

Wenn du ungeschützt im Netz unterwegs bist, kannst du dir recht schnell etwas einfangen. Malware drosselt im Normalfall deine Bandbreite und schon bist du langsamer. Ohne zu wissen, warum. Wobei die reduzierte Geschwindigkeit bei Malware das geringste Problem ist. Hier geht es auch um den Diebstahl deiner persönlichen Daten u. v. m. Deswegen ist eine Antivirus Software in mehrerlei Hinsicht keine schlechte Idee.

2. Starte deinen Router neu

Klingt fast zu einfach, aber es hilft oft, wenn du den Router neu hochfährst. Einfach händisch an- und ausstecken und währenddessen den Power-Knopf drücken (meist an der Unterseite des Geräts). Oder du loggst dich über deinen Browser in den Router ein und schaltest ihn aus. Aber bitte etwas Geduld: Warte zumindest 10 Sekunden, bevor du den Router wieder ansteckst, um die Hardware zu reseten. Noch besser ist eine Minute. Damit gehst du auf Nummer sicher für schnelleres Internet.

3. Schütze deinen Browser

Im Normalfall attackieren Viren dein Gerät über deinen Browser. Du solltest diesen also schützen. Anti-Virus-Software ist eine Sache, aber am besten startet du direkt mit einem sicheren Browser, der ganz nebenbei auch dein schnelleres Internet sichert. Das können beispielsweis sein: Tenta, Chrome, Vivaldi oder Brave.

4. Lösche deinen Browserverlauf

Ein umfassender Browserverlauf, gesicherte Downloads, Cookies und Fotos im Cache tragen ebenfalls zu einer Verlangsamung der Internetverbindung bei. Je nach Browser kannst du den Browserverlauf & Co in den Einstellungen löschen. In Google Chrome funktioniert das beispielsweise so:

  1. Klicke im rechten Eck von Chrome auf die 3 Punkte und wähle „Einstellungen“ aus.
  2. Daraufhin kommst du in ein neues Tab. Srcolle hinunter und klicke auf „Erweitert“.
  3. Jetzt wähle „Lösche Browsing-Daten“. Im nun erscheinenden Fenster hast du hierfür vier Optionen zum Löschen. Diese sind alle automatisch ausgewählt und du kannst sie gleich direkt löschen.
Außerdem hast du hier die Möglichkeit, Passwörter, Auto-fill-Daten etc. zu löschen. Auf die Geschwindigkeit deiner Internetverbindung hat dies allerdings wenig Einfluss. Und wer weiß, ob du dich dann wirklich noch an alle diese Passwörter erinnern kannst … Sicher ist das Aufbewahren der Passwörter im Browser allerdings natürlich nicht. Am besten solltest du dir hierfür einen Passwort-Manager zulegen.

5. Verwende Werbeblocker

Werbung ist lästig und beeinträchtig oft unseren Spaß am Internet. Und sie beeinträchtig auch die Verbindungsgeschwindigkeit. Wenn es nicht notwendig ist, solltest du keine Werbung laden, weil diese Daten von verschiedenen Servern sammelt und damit eine längere Ladezeit der jeweiligen Webseite verursacht. Meist werden die Werbungen sogar noch vor dem tatsächlichen Inhalt der Webseite geladen. Deswegen solltest du einen Werbeblocker nutzen. Du wirst sehen, dass dieser kleine Schritt wesentlich zur Beschleunigung deiner Geschwindigkeit beiträgt.

6. Wechsle zu 5GHz

Meistens wird der WLAN-Traffic über das 2.4GHz Band abgewickelt. Die Routerhersteller haben aber realisiert, dass es dadurch zu einem massiven Traffic-Problem kommt. Aus diesem Grund entwickelten sie die sogenannten Dualband-Router, die auch über das 5GHz Band senden können. 5GHz hat zwar eine kürzere Reichweite, aber es vermeidet Interferenzen von Geräten wie Mikrowellen oder Garagentor-Öffnern. Außerdem bringt es dich von den Bändern weg, die deine Nachbarn höchstwahrscheinlich alle nutzen. Und du hast eine größere Auswahl, denn 5GHz hat 23 Kanäle, 2.4GHz nur 11. Langfristig sicher die bessere Lösung. Auf manchen Routern kannst du zwischen den einzelnen Kanälen wechseln und den besten/schnellsten aussuchen.

7. Verwende Ethernet

Heute verwendet jeder WLAN. Das bedeutet aber auch, dass es zu Überlastungen bei der drahtlosen Datenübertragung kommen kann. Vor allem, wenn viele Geräte und Drucker in der Umgebung sind. Beispielsweise in großen Wohnblöcken oder auch Studentenheimen, wo jeder drahtloste Geräte nutzt. Dieser immense Traffic kann deine Geschwindigkeit drosseln. Dieses Problem kannst du aber ganz einfach lösen: Verwende ein Ethernet-Kabel zum Verbinden mit deinem Router. Ethernet verfügt generell über höhere Maximalgeschwindigkeiten und ist natürlich auch nicht Bestandteil desselben Traffics, der WLAN-Bandweiten verstopft.

8. Entferne DNS-Einträge aus deinem Browser

Dein Computer speichert Informationen über die IP-Adressen, die du während dem Surfen im Internet besuchst. Damit kann er zukünftige Besuche auf derselben Webseite beschleunigen. Diese Informationen nennen sich DNS-Einträge. Was jetzt praktisch klingt, kann beim Serverwechsel einer Webseite zum Problem werden. Denn du musst umgeleitet werden und deine DNS-Einträge können deine Geschwindigkeit beeinträchtigen anstatt zu beschleunigen. Damit das nicht passiert, lösche deinen Cache. Das geht eigentlich wirklich einfach – hier am Beispiel Windows 10:

  1. Nutze die „Suche“ im Start-Menü, um die Kommandozeilen-Anwendung “cmd” zu öffnen (auch im Zubehör zu finden, aber mit der Suche geht es schneller). Achtung: Hierfür musst du als Administrator angemeldet sein.
  2. In die Kommandozeilen-Anwendung gibst du „ipconfig /flushdns“ ein und klickst „Enter“.
  3. Nach ein paar Sekunden erhältst du eine Nachricht, dass Windows den Cache gelöscht hat.
    Das wars. Du kannst die Kommandozeilen-Anwendung wieder schließen.

9. Verwende ein VPN

Manchmal drosseln ISPs Bandweiten aus strategischen Gründen, um deine Internetgeschwindigkeit zu reduzieren. Meist, wenn du eine bestimmte Datenmengen-Grenze erreicht hast. Oder wenn du bestimmte Programme nutzt – beispielsweise Netflix oder YouTube, weil Videos natürlich eine Menge Bandbreite verbrauchen. Wenn dein ISP aber nicht weiß, woher dein Traffic kommt, kann er ihn auch nicht drosseln. Solltest du mit diesem Problem zu tun haben, hilft eine VPN dir dabei, deinen Traffic umzuleiten und zu verschleiern. Hier erfährst du, welche VPNs besonders schnell sind. Ein VPN kann nicht die maximale Verbindungsgeschwindigkeit deinen ISPs steigern. Aber er kann in vielen Fällen Bandbreite-Drosselungen verhindern.

Wir führen seit Jahren eingehende VPN Tests durch und aktualisieren diese auch regelmäßig. Gerne legen wir dir deswegen unsere drei Top-Anbieter ans Herz:

10. Verwende einen VPN-tauglichen Router

Wenn du denkst, ein VPN kann dir in Sachen Internetgeschwindigkeit helfen, dann schadet auch ein VPN-Router nicht. Er könnte die Geschwindigkeit nämlich noch weiter verbessern.

Unser Fazit für schnelleres Internet

Diese 10 Tipps helfen dir hoffentlich weiter. Nachdem aber nicht jeder Tipp für jeden User, jedes Gerät etc. gleichermaßen geeignet ist, teste einfach die verschiedenen Maßnahmen einzeln aus und dann mache wieder einen Geschwindigkeitstest. So siehst du ganz genau, was bei dir wirklich wirkt und was nicht. Das können nur einzelne Tipps sein, oder aber auch eine clevere Kombination aus verschiedenen Maßnahmen. Viel Erfolg!

Erstellt am:24. Oktober 2019


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