VPN ohne Logfiles

VPN ohne Logfiles! Woran erkennt man VPN-Anbieter die keine Logs speichern?

Welcher VPN hat keine Logfiles? Speichert also keine Daten?
Diese Frage ist einfach beantwortet.“

1) Die VPN-Anbieter brauchen oft Logfiles für Wartung und Tarifgestaltung.

Beinahe jeder VPN-Service wirbt damit: „Keine Logfiles“ zu speichern. Allerdings ist das in den meisten Fällen eine reine Werbeaussage die ungenau formuliert und unwissende Nutzer täuschen kann. Denn die meisten VPN-Anbieter müssen aus technischen Gründen Logfiles (also Protokolle) von Nutzeranmeldezeiten (Anmeldung, Nutzung, Abmeldung, IP-Adresse des Nutzer) speichern. Nicht anders wäre es möglich, Tarife mit limitierter Nutzung von bestimmter Anzahl an Geräten, nach Zeitdauer, nach begrenzter Datenmenge usw umzusetzen.

 

2) Die Vermieter der VPN-Server protokollieren meistens auch.

Dazu kommt der zusätzliche Punkt den man dabei beachten sollte ist, dass in den allermeisten Fällen, die IP-Adressen die genutzt werden auf den VPN-Standorten gar nicht auf die VPN-Anbieter selbst registriert sind. Man spricht dabei von „gemieteten Server“. Die Registranten sind auch die Ansprechpersonen für Behördenbeauskunftungen oder alle Dinge die mit der Nutzung der IP-Adressen zu tun haben, das diese Vermieter der Server daher in vielen Fällen die Nutzung komplett protokollieren, ist verständlich. Das bedeutet, dass selbst würde der VPN-Anbieter selbst keinerlei Aufzeichnungen über die Nutzung der einzelnen Server führen, die Eigentümer der Server dies aus reinen Selbstschutz dennoch tun würde. In den meisten Fällen völlig unbemerkt oder auch ganz transparent.

 

Einige Hinweise, wann ein VPN-Service definitiv Logfiles verwendet:

  • Nutzung auf limitierten Geräten.
    Wenn Du einen VPN-Anbieter findest der in seinem Tarif z.B. nur für 2,3 oder 5 Geräte zur gleichzeitigen Nutzung erlaubt. Dann hat dieser auch Logfiles/Protokolle, anders könnte er es nicht überwachen wie oft du Dich zur selben Zeit anmeldest!
  • Nutzung mit begrenztem Datenvolumen.
    Wenn Du einen VPN-Anbieter findest der einen limitierten Tarif anbietet (Wie kostenlos mit maximal 1GB Monat). Dann speichert dieser auch Logfiles/Protokolle, anders könnte er dies technisch nicht handhaben.
  • VPN-Service nutzt VPS (Virtuelle Private Server).
    Viele VPN-Services gerade wenn Sie viele Server betreiben, verwenden dafür gemietete Server von Anbietern wie DigitalOcean oder anderen Anbietern. Der „Vermieter / Hoster“ legt aber aufgrund von technischer Hilfe garantiert Logfiles über alle ein und ausgehenden Verbindungen an. Selbst wenn Dein VPN-Service also keine Daten speichern würde, wären alle Daten vorhanden.
  • Der VPN-Anbieter tätigt widersprüchliche Aussagen.
    Viele Anbieter versuchen den Eindruck, dass Sie keine Logfiles nutzen so gut es geht aufrecht zu erhalten. Wenn man jedoch die Datenschutzerklärungen ansieht, finden sich oft verräterische Widersprüche. In Kombination mit den angebotenen Tarifen ist dies dann ziemlich klar, dass der Anbieter aber sehr wohl Logfiles & auch  Protokolle technisch verwendet und diese auch speichert.

Also so erkennt man, dass ein VPN KEINE LOGFILES hat:

  • Keine Begrenzungen – weder auf Geräte, nach Zeit oder nach Datenlimit!
    (Du kannst den Service auch unbegrenzt oft mit einem Benutzername verwenden)
  • Eigene Server anstatt Mietserver/Virtuelle Server
  • Eigene IP-Adressen (Diese werden auf den eigenen Namen registriert sein)
  • Verwendet Kaskaden (Multi-Hop VPN) zur Verschleierung von Nutzeraktivitäten

Ein Beispiel für die „werbewirksame Verschleierung“ der Logfilespeicherung/Protokollierung:

CyberGhost VPN verlinkt in seinen AGB`s laufend auf die eigenen Datenschutzerklärungen. Diese sind aber für den Service den man dort nutzt nut wenig relevant. Entscheidender ist es aber, wie CyberGhost bei Anfragen von Behörden umgeht. Oder wie der Anbieter es schafft Tarife mit Limitierung anzubieten aber dies nicht überwachen kann? Es liegt auf der Hand, dass der VPN-Anbieter hier den eigenen Benutzern nicht die volle Wahrheit erzählt und über einige Dinge hinwegtäuschen will.

Allgemeine Geschäftsbedingungen erlauben Sperren und Datenweitergabe (Logfiles)

  • Sie kooperieren im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (Rumänien, Deutschland, EU) UND nach eigenen Ermessen!
  • Dann können auch der Zugriff  teilweise oder auch vollständig blockiert werden. Aber wie sollte man das denn machen, wenn man ja nicht weiß, was ein Benutzer tut?
CyberGhost AGB`s
CyberGhost AGB`s

In den Datenschutzhinweisen liest sich dies alles aber ganz anders!

Da wird davon gesprochen, dass man natürlich keine Logs hat, keine Rückschlüsse ziehen kann was wer und wann tut. Dann kann man aber seine eigenen AGB`s nicht mehr einhalten?

CyberGhost Datenschutzerklärung
CyberGhost Datenschutzerklärung

CyberGhost VPN Tarife mit Limitierungen
CyberGhost VPN Tarife mit Limitierungen

Die Tarife verraten die Protokollierung ebenso

Noch deutlicher wird es wenn man sich ansieht, dass alle CyberGhost Tarife entweder mengenmässig, auf die Anzahl der Nutzer oder auch auf bestimmte Zeitspannen begrenzt werden.

Und das funktioniert sogar so, dass man das eigene Gerät ZUVOR selbst anlegen muss bevor man es mit CyberGhost VPN nutzen kann!

Klarerweise stellt sich die Frage, wie man ein Gerät dann mit einer eindeutigen ID dort speichern kann, wenn es doch gar keine Speicherung gibt die Rückschlüsse auf die einzelnen Benutzer zulassen?

Es ist eindeutig und unbestreitbar, dass hier der Anbieter in keiner Weise die volle Wahrheit erzählt!

„KEINE Logs!“ ist nur eine geschönte Werbedarstellung in diesem Fall.

Gründe warum VPN-Anbieter Logfiles speichern!

  1. In erster Linie brauchen viele VPN-Anbieter Logfiles um den betrieb des eigenen Netzwerkes und der Server zu überwachen. Sie tun dies also um immer auf dem Laufenden sein zu können und auch eine Servicequalität garantieren zu können.
  2. Der zweite Aspekt ist es, dass man damit Tarife erstellen kann, die für verschiedene Benutzergruppen attraktiver werden. Also z.Bsp eine billige Variante aber eben begrenzt auf die Nutzung maximal eines Gerätes.
  3. Ein weiterer Aspekt ist, dass VPN-Services in Gefahr laufen, dass deren Server durch lokale Behörden beschlagnahmt werden, falls sie keine Auskunft erteilen können. Also wer keine Daten an die Behörde liefert, dessen Server können beschlagnahmt werden. Um sich zu schützen lohnt es sich daher Logfiles zu führen um eben in diesem Falle Daten liefern zu können.

Info: Warum eine Server Beschlagnahmung?
Viele nationale Behörden gehen diesen Weg Server zu beschlagnahmen um Daten auszulesen. Da es sehr einfach ist eine gerichtliche Beschlagnahmung der Server eines VPN-Anbieters zu erwirken. Bei den meisten VPN-Anbietern ist dies sogar noch einfacher, weil Sie eben Mietserver verwenden. Die Behörden fragen dann einfach nach einem Backup dieses virtuellen Servers durch den lokalen „Hoster/Vermieter“. Das dauert nur wenige Minuten und die Behörden können dabei auf die Mitarbeit des lokalen Hostingpartners (Vermieters)  zählen anstelle aufwendige Anfragen an eine ausländische Firma (VPN-Anbieter) zu stellen.

Was speichern Logfiles auf VPN-Servern?

VPN Server Logfiles
VPN Server Logfiles

Im Grunde protokollieren Server eigentlich immer verschiedene Aktivitäten. Wie zum Beispiel auch: „Wann sich ein Benutzer anmeldet“ Bei VPN-Servern gibt es daher auch verschiedene Arten von Protokollen die automatisch angelegt werden. Diese beinhalten meistens: Anmeldezeiteiten, IP-Adressen, ausgeführte Tätigkeiten, Ergebnisse von Anfragen/Ausführungen, Zugeordnete Länder, Datentransfers, Speichernutzung, Prozessornutzung usw..

  • Die meisten Logfiles dienen dazu dem Administrator bei der Fehlersuche. Sie geben einen Überblick über vergangene Dinge die auf einem Server passiert sind oder helfen auch im Echtzeitbetrieb dabei Fehlerquellen schnell zu erkennen. Damit kann man Hardware als auch Software beobachten und damit auch die Verfügbarkeit sicherstellen.
  • Einige Protokollarten werden aber auch genutzt um die Tarifeinhaltung (Also z.Bsp. mit wievielen Geräten darf sich jemand verbinden“) zu überwachen. Besonders diese Logfiles werden daher nicht nur auf einem einzelne Server gespeichert sondern müssen zum abgleich auch mit den Benutzerdaten des Kundenkontos verknüpft und in einer zugänglichen Datenbank abgelegt werden.

INFO: Es sind also nicht alle Logfiles schlecht für die Anonymität bei der Nutzung eines VPN-Services. Gerade aber Logfiles die für die Einhaltung von Tarifen zur Verfügung stehen können aber sehr viel über die Benutzer aussagen!

Eine weitere und sehr effektive Methode um auch sicherzustellen, dass Logfiles unwiderruflich vernichtet werden (Da diese eben im laufenden Betrieb immer anfallen werden, ist das Betriebsystem der Server NICHT auf Festplatten sondern nur im temporären Speicher (RAM-Disk) auszuführen. Ist der Strom des Gerätes auch nur kurz unterbrochen, sind alle Daten auch unwiederbringlich gelöscht. Dies benötigt dann aber einen großen RAM auf den Servern und ist auch deshalb sehr kostenintensiv. Eine kleine Übersicht an Anbietern die dies aber tun, findest Du hier: „VPN Services mit RAM-Disk Server

Gründe warum VPN-Anbieter dennoch behaupten „Keine Logfiles“ zu speichern!

Es sind hier ganz klar Werbemaßnahmen anzuführen. Viele VPN-Benutzer wünschen sich „Anonymität“ bei der Verwendung der Services. Sie denken, dass wenn keine Daten gespeichert werden, dann ist diese garantiert. Für einen VPN-Service der darauf sein Geschäftsmodell aufbaut, der wird daher tunlichst auch versuchen die möglichen Neukunden davon zu überzeugen, dass er eben diese Sicherheit auch bieten kann.

Gibt es überhaupt VPN-Anbieter, welche keine Logfiles speichern?

Ja die gibt es. Wobei man auch dazu anmerken sollte, dass es vom Aufwand schon wesentlich umfangreicher wird, einen VPN-Service „komplett ohne Logfiles/Protokolle“ zu betreiben.

  • Der Anbieter kann damit auch nicht mehr einschränken, dass Benutzer den Service auf beliebig vielen Geräten zur selben Zeit nutzen.
  • Er hat daher auch keine „preiswerten“ abgespeckten Tarife anzubieten. Damit ist es natürlich auch wesentlich schwerer eine große Masse an Kunden zu gewinnen.
  • Die Anzahl der Server kann dann auch nicht laufend wachsen, denn diese werden „manuell“ zu warten sein. Daher ergibt sich eine natürliche, weil auch durch Personalressourcen begrenzte Anzahl an aktiven VPN-Servern. Was erneut dazu beiträgt, dass der Service nicht mehr so „attraktiv“ im direkten Vergleich mit anderen VPN-Anbietern erscheint.

Beispiele für absolut aufzeichnungsfreie VPN-Services sind:

Zusammenfassung
VPN ohne Logfiles! Welchem VPN kann man vertrauen?
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VPN ohne Logfiles! Welchem VPN kann man vertrauen?
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Welcher VPN hat keine Logfiles? Speichert also keine Daten? "Kaum ein Anbieter!" Einige Hinweise, wann ein VPN-Service ganz sicher Logfiles verwendet!
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