Datendiebstahl & Vertuschung – 57 Mio. Kunden betroffen: Uber muss in Europa 1 Million Euro Strafe zahlen

Diese Zahl musst du dir auf der Zunge zergehen lassen: Uber hat 2016 Daten von unglaublichen 57 Millionen! Nutzern verloren. Besser gesagt wurden diese bei einem Hackerangriff gestohlen. Uber dachte allerdings nicht daran, das Ganze zu melden. Stattdessen soll das Unternehmen den Erpressern Geld gezahlt haben. Für diesen mehr als fragwürdigen Umgang mit Kundendaten bzw. deren Verlust wird das Unternehmen nach den USA nun auch in Europa zur Kasse gebeten: Die niederländischen und britischen Datenschutzbehörden fordern eine Strafe in Höhe von etwa 1 Million Euro von Uber.

Daten von Kunden verlieren und das Ganze auch noch vertuschen? Das mag in früheren Zeiten vielleicht funktioniert haben. Heute führen zumindest die europäischen Datenschutzbehörden ein strengeres Regime und strafen derartigen Missbrauch unserer Privatsphäre ab. So auch im Falle von Uber: Die britische Behörde verhängte eine Strafe von 435.000 Euro, die niederländische sogar in Höhe von 600.000 Euro.

Namen, E-Mail-Adressen & Telefonnummern gestohlen

Was hat die Behörden zur Abstrafung bewegt? Es ist eine Sache, Opfer eines Hackerangriffs zu werden. Mittlerweile passiert ja leider wirklich sehr viel auf diesem Sektor. Aber natürlich müssen Unternehmen die Daten ihrer Nutzer bestmöglich absichern. Wie auch immer die Attacke auf Uber abgelaufen ist: Es wurden dabei Daten von 57 Millionen Nutzern und Fahrern gestohlen – darunter Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern.

Datendiebstahl ein Jahr lang nicht gemeldet

Anstatt dass Uber das Datenleck aber umgehend meldete und die User informierte, wurde einfach Stillschweigen bewahrt. Ein ganzes Jahr lang wurde der Diebstahl unter den Teppich gekehrt, bis er dann doch gemeldet wurde. Normalerweise beträgt die vorgeschrieben Frist für die Meldung eines solchen Vorfalls 72 Stunden. Also doch „ein wenig“ kürzer … Darüber hinaus hat Uber angeblich auch 100.000 Dollar an die Hacker gezahlt, damit diese die Daten löschen.

In den Niederlanden sollen 174.000 Uber-Nutzer betroffen gewesen sein. Die britische Datenschutzbehörde gibt an, dass 2,7 Millionen britische Nutzer Opfer des Datendiebstahls waren. Beide Stellen prangerten eben die verschleppte Meldung an die Betroffenen und die Behörde an.

In den USA rekordverdächtige 148 Millionen Dollar Strafe

Mit der 1 Million Euro-Strafe ist Uber in Europa aber noch gut gefahren. In den USA wurde das Unternehmen bereits im September mit einer Strafe von 148 Millionen Dollar versehen, was einen Rekord darstellt.

Quelle: Standard Online; Foto: crello

Zusammenfassung
Datendiebstahl & Vertuschung – 57 Mio. Kunden betroffen: Uber muss in Europa 1 Million Euro Strafe zahlen
Beitragstitel
Datendiebstahl & Vertuschung – 57 Mio. Kunden betroffen: Uber muss in Europa 1 Million Euro Strafe zahlen
Beschreibung
Uber hat 2016 Daten von unglaublichen 57 Millionen! Nutzern verloren. Besser gesagt wurden diese bei einem Hackerangriff gestohlen. Uber dachte allerdings nicht daran, das Ganze zu melden. Stattdessen soll das Unternehmen den Erpressern Geld gezahlt haben. Für diesen mehr als fragwürdigen Umgang mit Kundendaten bzw. deren Verlust wird das Unternehmen nach den USA nun auch in Europa zur Kasse gebeten: Die niederländischen und britischen Datenschutzbehörden fordern eine Strafe in Höhe von etwa 1 Million Euro von Uber.
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