Cybercrime geht ins Geld: 2017 verursachten 86.000 Fälle über 70 Mio. Euro Schaden in Deutschland

Cybercrime lohnt sich. Das denken sich jedenfalls Hacker & Co. Denn 2017 gab es einerseits 4 % Fälle mehr und es sind durch derartige Angriffe um 20 Mio. Euro höhere Schäden entstanden als noch 2016. Diese Zahlen gab jetzt das Bundeskriminalamt bekannt.

Cybercrime betrifft immer mehr auch unseren normalen Alltag und Menschen wie dich und mich. Man denke beispielsweise an die „berühmte“ WannaCry-Attacke, die letztes Jahr nicht nur unzählige Computer, sondern auch diverse andere Geräte lahmgelegt hat. Und auch die Qualität der Angriffe wird immer besser. Das liegt sicher auch daran, dass Cybercrime sehr anonym ist, Opfer leicht erreichbar sind und derartige Angriffe sich generell lohnen – gibt es doch mannigfaltige Angriffsflächen.

Smarte Haushaltsgeräte ebenso gefährdet wie Fabrikanlagen

Und auch die zunehmende Vernetzung von Geräten, Maschinen und Anlagen tut das ihrige: Da gibt es auf der einen Seite den beliebten Lauschangriff auf Privathandys, auf der anderen Seite massive Attacken auf Infrastruktur- und Wirtschaftsunternehmen. Aber auch smarte Haushaltsgeräte wie Fernseher oder Kühlschränke haben oft Schwachstellen wie nie geänderte Werks-Logindaten oder nachlässig durchgeführte Updates. Ein Paradies für Hacker … Die machen es sich auch besonders gerne bei uns gemütlich, so BKA-Vizepräsident Peter Henzler: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland bleibt ein bevorzugtes Ziel für Hacker.“

Besonders beliebt: Botnetze

Es gibt viele verschiedene Arten von Angriffsmöglichkeiten. Botnetze zählen momentan zu den Favoriten der Cyberkriminellen: Dabei werden Computer mit Schadsoftware infiltriert (natürlich ohne, dass du es merkst). Damit haben die Hacker dann freie Bahn auf deinem Computer und können wichtige Daten wie beispielsweise die Zugangsdaten zu deinem Online-Banking u. a. abgreifen. Damit sich das Ganze so richtig lohnt, gehen die Angreifer gerne auch noch einen Schritt weiter: Sie umspannen mit durch Botnetze infizierte Computer oft die ganze Welt. In diesem starken Konsortium können diese Netzwerke dann großen Schaden anrichten. Beispielsweise überlasten sie Webseiten, was für Unternehmen ein teurer Spaß werden kann. Deswegen sind auch die Schadensummen von Cybercrime so hoch.

Computerstraftaten im Darknet beauftragen

Ebenfalls immer beliebter wird leider das Darknet. In der dortigen Schatten-Onlinewelt tummeln sich allerhand zwielichtige Gestalten. Mit vielen zwielichtigen Angeboten. Hier kann Schadsoftware genauso erworben werden wie Waffen oder falsche Ausweise. Und man kann auch Aufträge zu kriminellen Cyberattacken geben – der so genannte „Cybercrime as a Service“. Denn nicht jeder ist fix genug, selbst erfolgreich zu hacken. Aber im Darknet naht Hilfe gegen gutes Geld …

Prävention mehr in den Fokus rücken

Langer Rede, kurzer Sinn: Die Cyberkriminalität nimmt also nachweislich zu. Das BKA muss es schließlich wissen. Aber wie sieht es mit der Aufklärung derart – oft sicher schwierig nachzuvollziehender – Verbrechen aus? Auch hier konnte 2017 ein Plus erzielt werden, erfreulicherweise. Letztes Jahr lag die Aufklärungsquote bei knapp über 40 %. Am allerbesten wäre es laut BKA allerdings, derartige Computerstraftaten möglichst im Vorfeld zu verhindern. Hier gelte es, von vornherein mehr auf die Sicherheit von Geräten zu setzen.

Quelle: Standard Online

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Cybercrime geht ins Geld: 2017 verursachten 86.000 Fälle über 70 Mio. Euro Schaden in Deutschland
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Cybercrime lohnt sich. Das denken sich jedenfalls Hacker & Co. Denn 2017 gab es einerseits 4 % Fälle mehr und es sind durch derartige Angriffe um 20 Mio. Euro höhere Schäden entstanden als noch 2016. Diese Zahlen gab jetzt das Bundeskriminalamt bekannt.
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