„Alles gratis!“ VPN als Abzocke – wie kostenlose VPN Apps Geld verdienen!

Nutzern von Gratis-VPNs werden häufig die eigenen Daten gestohlen.

Das, was hier eigentlich harmlos klingt, ist im Grunde aber gar nicht ohne und leider allzu oft traurige Realität. Anwendungen, die vorgeben, die Privatsphäre der Nutzer zu verbessern, nutzen dieses Versprechen aus, um die Nutzer auszuspionieren und auch deren persönliche Aktivitäten zu speichern oder sogar an Dritte weiterzuverkaufen.

Es häufen sich mittlerweile die Fälle, bei denen Leser uns davon erzählen, dass ihre Daten gestohlen oder missbräuchlich verwendet wurden, obwohl sie einen „VPN Dienst“ verwenden. Ebenso sind uns Abläufe zugesendet worden, bei denen sich der Verdacht ergibt, dass VPN-Anbieter die Kunden eigentlich eher ausspionieren und die Daten an Dritte weiterverkaufen.

Einer der schlimmsten Fälle, welcher uns von einem Leser berichtet wurde, war folgender: Der Leser saß – durch den Identitätsdiebstahl, der auf die Verwendung eines unseriösen VPN-Apps zurückzuführen war – insgesamt 2 Wochen unschuldig in Untersuchungshaft und hat seinen Job verloren. Am Ende wurde es zwar nicht noch schlimmer, aber das hat ja bereits gereicht!

Kostenlose VPN & Abzocke dabei!
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Im selben Zeitraum, wo uns vermehrt Leseranfragen erreichten, stieg auch die Anzahl jener Apps in den verschiedenen Stores von Apple und Android, die sich als „kostenloser VPN-Service“ ausgeben massiv und ständig an. Wir haben uns daher einmal einige dieser kostenlose VPN genauer angesehen und konnten viele davon auf nur einige wenige Herausgeber zurückführen. Das bedeutet, dass viele der vermeintlichen Produkte eigentlich nur wenigen Firmen zuzuordnen sind. Diese Firmen versuchen so, unter verschiedenen Namen möglichst viele Kunden anzusprechen.


In einer Studie von Universitäten aus den USA, Großbritannien und Australien wurden unsere Erfahrungen auch bestätigt:
Studienergebnisse VPN-Apps als Datenkraken!


Unsere genauen Recherchen haben ein erschreckendes Bild der Unternehmen ergeben, die VPN zur Datensammlung verwenden und ahnungslose Nutzer auf verschiedenen Wegen und Kanälen ködern.

Beispiele für gratis VPN Dienste die eigentlich nur „Namen“ sind und oder gar keine eigene Technik besitzen:

  • TouchVPN
  • TurboVPN
  • TunnelBear
  • ROBOVPN
  • VPN Master
  • SuperVPN
  • Yoga Free VPN
  • Surf Easy
  • VPN Easy
  • SpeedVPN
  • Zero VPN
  • VPN Private
  • BCC VPN
  • Snap VPN
  • DotVPN
  • VPN Unlimited
  • Ultrasurf VPN
  • Amaze VPN
  • VPN Free
  • VPN Cloud
  • Rocket VPN
  • Hideman Free VPN
  • LinkVPN Free
  • Anonym surfen
  • FlyVPN
  • USA VPN
  • NCP VPN
  • Hammer VPN
  • DoidVPN
  • Invisible NET Free VPN
  • One Click VPN
  • Deutsch Super VPN
  • Woo VPN
  • TigerVPNs Free VPN
  • TurboVPN
  • Your Freedom VPN
  • VPN Unlimited
  • VPNroot
  • Wifi Protector
  • CrossVPN
  • Totally Free VPN
  • Hot VPN Free
  • VPN Hochgeschwindigkeit
  • Troid VPN
  • x-VPN
  • SupperVPN
  • Spotflux VPN
  • Hot VPN für Android
  • SumRando VPN
  • ip-shield VPN
  • und viele weitere …

Die Liste ist sicher noch länger. Allerdings ist es kaum verlässlich möglich, wirklich herauszufinden, welche Anbieter nun tatsächlich ein eigenes Netzwerk haben und welche lediglich VPN-Werbefirmen darstellen. Die Grenzen verwischen durch die steigende Anzahl an „Scheinanbietern“ täglich mehr.

TIPP: Prüfe kostenlose VPN immer vorab!

Überprüfe immer, bevor Du einem solcher Anbieter vertraust, die Webseite des Anbieters und auch das Impressum. Sollte der Anbieter keine Kontaktdaten und den vollen Firmenwortlaut oder eine Telefonnummer veröffentlichen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Anbieter eben auch rechtlich nicht haftbar gemacht werden will!

Die meisten dieser Anbieter sind FREE oder kostenlos verfügbar.

Aber „kostenlos“ bedeutet nicht, dass die Betreiber keine Interessen verfolgen!

Neben den Zugriffsberechtigungen, die diese Apps verlangen (diese werden auch von Google und Apple zum Teil kontrolliert, bevor eine App veröffentlicht werden kann), sind es vor allem die Daten gefährdet, welche über diese Apps gesendet werden. So werden auch unbewusst und nicht von den Nutzern kontrollierbar Anmeldedaten zu Konten und Passwörter vom eigenen Smartphone übermittelt oder abgeglichen.

Diese Dienste können, sofern sie auch im Hintergrund Proxy-Technik einsetzen, selbst verschlüsselte Daten einsehen, speichern und sogar manipulieren.

Klarerweise sind die Betreiber darauf bedacht, dass dies die Nutzer nicht wirklich überprüfen können. Da sich bereits herumgesprochen hat, dass Proxy-Dienste eine enorme Gefahr darstellen, haben die Anbieter auch reagiert und ihre Services kurzerhand in „VPN“ umbenannt. Mit wirklichen VPN-Services haben sie dennoch nur selten etwas gemeinsam.

Die oft unterschätze Gefahr kommt „kostenlos“ auf Dein Smartphone oder Deinen PC!

„Was kann man schon ‚falsch'“ machen, wenn man einen solchen Service doch nur ausprobiert?“ – Leider so ziemlich alles!

Denn anders als bei normalen Apps, die Zugriff auf verschiedene Funktionen oder Daten haben, die auf Deinem Smartphone gespeichert sind, haben diese „betrügerischen“ Apps Zugriff auf so ziemlich alle Daten, auch wenn diese nicht am eigenen Gerät gespeichert wurden. Durch die Synchronisationsfunktion der Smartphones können auch woanders abgelegte Daten kompromittiert werden, da ja möglicher Zugriff auf selbst verschlüsselte Datenübertragungen erzielt werden kann und dabei auch Benutzernamen und Passwörter übertragen werden. Die Verschlüsselung der Daten wird durch entsprechende Proxy-Dienste bei den Anbietern einfach ausgetrickst.

Proxy-Dienste veröffentlicht, nur um Benutzerdaten abzufangen

In einem anderen Bericht haben wir bereits aufgedeckt und beschrieben, dass die meisten kostenlosen „PROXY-Dienste“ nur dazu erstellt wurden, um Benutzer damit auszuspähen. Kreditkartendiebstahl, Bankdatendiebstahl, Identitätsdiebstahl usw. sind so möglich! Es ist für Kriminelle eine der einfachsten Methoden, an Daten von Benutzern zu gelangen, indem Sie einen kostenfreien PROXY im Internet zur Verfügung stellen und damit sogar verschlüsselte Daten der Opfer erhalten. (Siehe auch: Vergleich Proxy und VPN)

Keine Chance, die Täter zu ergreifen!

Monate später, wenn der Datendiebstahl bemerkbar wird, gibt es meist keinerlei Beweise mehr. Denn die Daten werden meistens auch an Dritte weiterverkauft, was es unmöglich macht, die wahren Täter zu finden.


 

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Die wichtigsten FAQ zum Thema Gratis VPN

Warum können Gratis VPN gefährlich sein?

Im Leben bekommt man nichts geschenkt – auch nicht von VPN-Providern. Kostenlose VPN sind also meist kein Geschenk, sondern dienen dazu, Daten der Kunden zu gewinnen, zu verkaufen etc. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu Cybercrime wie z. B. dem Stehlen von Kreditkartendaten etc.

Wie sehe ich, ob ein Gratis VPN vertrauenswürdig ist?

Du solltest vorab immer prüfen, welche Infos der Anbieter auf seiner Webseite und in seinem Impressum bereithält. Stehen dort keine Kontaktdaten oder der komplette Firmenwortlaut bzw. eine Telefonnummer, kannst du davon ausgehen, dass der Anbieter kein Interesse daran hat, rechtlich fassbar zu sein!


Erstellt am:13. Januar 2017


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2 Gedanken zu “„Alles gratis!“ VPN als Abzocke – wie kostenlose VPN Apps Geld verdienen!”

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