Uploadfilter: Openstreetmap & wikipedia üben Protest in Schwarz

Die geplanten Uploadfilter der EU lassen die Gemüter hochgehen. Die einen üben „nur“ Kritik, die anderen setzen Zeichen. Wikipedia trägt heute beispielsweise Schwarz, ebenfalls auf die Nicht-Farbe setzt Openstreetmap. Aus Protest blendet das offene Kartenprojekt schwarze Flecken in seine Karten ein. Denn: Uploadfilter würden „es erschweren, die Karte zu aktualisieren.“

Mittwoch fällt endgültige Entscheidung der EU

Morgen wird im EU-Parlament über die Reform des Urheberrechtsgesetze entschieden. Und damit auch über den Einsatz von Uploadfiltern, wenn auch nunmehr abgeschwächte Varianten zur Diskussion stehen. wikipedia zählt neben WWW-Erfinder Tim Berners-Lee zu den prominentesten Gegnern der Uploadfilter, da so Inhalte vor Veröffentlichung zensuriert werden könnten – was dem Ende des freien Internets gleichkäme. Deswegen ist die wikipedia-Startseite heute ganz in Schwarz gehalten. Dies soll auch darauf hinweisen, dass von einer solchen Zensur absolut jeder Nutzer betroffen sein kann.

Wikipedia zu den umstrittenen Uploadfiltern: „Für Wikipedia als Plattform ist zwar eine Ausnahme vorgesehen, aber schon für das dazugehörige Medienarchiv Wikimedia Commons ist alles andere als sicher, ob diese Ausnahme noch so weit reicht, von unzähligen Projekten außerhalb der Wikimedia-Projekte ganz zu schweigen. Wikipedia ist aber ohne ein digitales Umfeld freier und Freiwilligen-getragener Projekte nicht denkbar.“

Openstreetmap blendet schwarze Flecken in Karten ein

Ebenfalls ein Zeichen setzt Openstreetmap: Wenn du die Karten des Projekts nutzen willst, stößt du ärgerlicherweise immer wieder auf schwarze Flecken. Auch diese sollen auf die Gefahr von Uploadfiltern hinweisen: „Ein vollautomatischer Filter krankt daran, dass Kartendaten von OSM zwangsläufig denen von Google Maps, Here und Co. ähnlich sehen, weil alle die Realität und keine Fantasiewelt wiedergeben”, so Frederik Ramm von der Openstreetmap Foundation zu Golem.

Wie die Sache mit den Uploadfiltern ausgehen wird, zeigt sich morgen. Am Ergebnis scheiden sich die Geister, denn nicht einmal die EU-Fraktionen selbst sind sich einig. Bleibt zu hoffen, dass die Entscheidung nicht wirklich zum Blackout im Internet führen wird …

Quelle: Standard Online, futurezone.at


Erstellt am:11. September 2018


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