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TOR (Onion) Test: Anonymität und Privatsphäre im Internet

TOR

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TOR
67.8

Geschwindigkeit

4/10

    Privatsphäre

    10/10

      Ausstattung

      5/10

        Kundenservice

        5/10

          Preis

          10/10

            Positiv

            • Internationale Organisation
            • OpenSource + maximale Anonymität
            • Eigener Browser verfügbar
            • Kostenlos
            • Keine Logfiles

            Negativ

            • Leider nur in Englisch verfügbar
            • Einige Seiten blockieren TOR Nutzer
            • Nicht für Apple iOS verfügbar
            • Keine Möglichkeit für Videostreaming oder Filesharing

            Das  ONION Netzwerk („TOR“ The Onion Router) ist seit vielen Jahren ein vorwiegend „crowdfinanziertes“ Projekt, dass sich der freien Anonymisierung aller Internetbenutzer verschrieben hat. Edward Snowden und auch andere Experten empfehlen das Netzwerk und auch einige daraus oder nebenbei durch die Gemeinschaft entwickelte Tools um die eigene Identität im Internet zu schützen.

            TOR Orbot App für Android
            TOR Orbot App für Android

            Heute bietet TOR ein umfangreiches Angebot an Möglichkeiten um die Anonymität der Nutzer Online zu wahren. Den TOR-Browser, basierend auf Mozilla/Firefox, einige Apps für das Android Betriebsystem und auch ein kleines Linux basierendes Betriebsystem – TAILS, das auch auf USB Datensticks laufen kann und 100%ige Anonymität verspricht.Für Android ist der Name des TOR Dienstes App einfach „ORBOT„.

            Wie das ONION (TOR) Netzwerk funktioniert.

            Die Benutzer bauen einen verschlüsselten Tunnel zu einem anderen Nutzer oder TOR Router im Netzwerk auf (Es handelt sich dabei NICHT um einen VPN Tunnel, lediglich eine einfach verschlüsselte Datenverbindung), dieser findet durch Zufall einen weiteren Nutzer/Knotenpunkt und es wird die Verbindung erneut zu einem weiteren Punkt aufgebaut. Das ganze wird 4x so getan, womit jedoch jeder Beteiligte Knotenpunkt lediglich die vorherige Identität kennt und damit bis zum Zugang des Internets keine direkte Spuren mehr auf den realen Benutzer erkennbar sind. Das verfahren nutzen auch VPN-Anbieter die die „Multi-Hob VPN“ Technologie implementiert haben und anbieten. Der empfohlene Anbieter dabei ist der schweizer Service Perfect-Privacy VPN.

            Da die Eintrittsverbindungen als auch die letzte Verbindung im Netzwerk nicht vorhersehbar ist, kann der Benutzer nicht selbst bestimmen mit welcher IP-Adresse und aus welchem Land er seine Onlineaktivitäten tätigt. Dies trägt einerseits zur Sicherheit des gesamten Systemes bei, andererseits kann man dadurch aber auch Zugriff auf wichtige Inhalte wie Onlinebanking usw. verlieren, da viele Dienste mittlerweile nur für Nutzer aus bestimmten Ländern gesperrt sind.

            Durch die mehrfache Weiterleitung und auch Verschlüsselung werden zudem die Geschwindigkeiten stark gebremst. Dazu kommt, das die Mehrzahl aller Teilnehmer Privatpersonen sind und man mit denen ja sich die Bandbreiten teilt.

            TOT Orbot App, einige Funktionen nur für ROOT
            TOT Orbot App, einige Funktionen nur für ROOT

            Leider sind gerade an „Orbot“ dem Android Client einige Funktionen die die Sicherheit erhöhen könnten nur für „Root“ entsperrte Geräte verfügbar!

            Daher ist TOR nicht geeignet für Videostreaming und keinesfalls für Filesharing (P2P) zu verwenden!

            Details über TOR

            Unternehmensstandort: weltweit
            VPN-Protokolle: OpenVPN 160-bit
            VPN Standorte: weltweit
            VPN-Server: unbestimmt
            Zahlungsmöglichkeiten: nur Spenden
            Preis: kostenfrei

            Schon aus den Fakten kann man erkennen, das TOR nicht direkt vergleichbar mit VPN-Betreibern ist.

            TOR Übertragungsgeschwindigkeit

            TOR erfolgreiche Anonymisierung
            TOR erfolgreiche Anonymisierung

            Die Verbindungen werden zufallsartig und weltweit geroutet. Private Benutzer sind teil des gesamten Netzwerkes, welches man nicht direkt bestimmen kann, da es sich ja auch laufend ändert. Daher ist die heutige Geschwindigkeit bei der Datenübertragung zwar um ein Vielfaches besser geworden als noch vor 3-4 Jahren, was an der neuen Popularität durch die Medien und damit verbunden einer wachsenden Anzahl an Nutzern liegt. Ausreichend für Dienste außer E-Mails, Chats und Webseiten ist die Performance aber im Regelfall nicht. Videostreaming oder Filesharing ist ausgeschlossen da die Verbindungsqualität sich auch laufend ändert.

            Privatsphäre und Anonymität

            Das ist das Metier von TOR. Man kann davon ausgehen, dass sogar die Geheimdienste sich sehr schwer tun, über TOR geführte Verbindungen und Kommunikation abzuhören. Es gibt zwar Berichte, wonach sich die NSA in einigen Netzwerknoten des TOR Netzwerkes bereits eingehackt hat oder diese selbst betreibt, aber da vieles im Netzwerk dem Zufall überlassen ist, kann es keine dauerhafte Überwachung einzelner Personen dabei geben. In Kombination mit dem TOR Browser ist man damit sehr sehr gut geschützt.

            Probleme mit TOR und dem Datenschutz

            Mittlerweile gibt es dokumentierte Angriffszenarien für TOR-Benutzer. Das bedeutet, dass die Verwendung von TOR nicht mehr zu 100% anonym erfolgen kann. Die Sicherheitslücken werden dabei über zwei verschiedene Wege ausgenutzt. Zuerst sind Fehler im Firefox Browser dafür verantwortlich. Die Architektur des Firefox wurde in den vergangengen Jahren mehr und mehr zwar versucht abzusichern, Datenexperten sind sich aber einige, dass es noch eine größere Menge an Datenschutzproblemen dabei geben kann. Weiters ist es mittlerweile bestätigt, dass sich die NSA mit TOR beschäftigt hat und durch eine gezielte Manipulation von TOR-Gateways es auch schafft einzelne Nutzer gezielt auszuspähen. Das ist zwar mit einem denkbaren Aufwand verbunden, jedoch gilt daher die Verwendung von TOR für stark gefährdete Personen nicht mehr als „sicher“.

            Ein Weg wie man die Vorteile von TOR jedoch auch ohne diese auftretenden Leaks nutzen kann, sind VPN-Services, welche einen „kaskadierten Zugang“ zu TOR ermöglichen. Gemeint sind dabei Anbieter, welche auf VPN-Servern einen direkten Zugang zu einem TOR Gateway erstellen. Dabei muss man weder den TOR-Browser verwenden noch können sich Sicherheitslücken anderweitig auswirken. Es wird dabei dann ja nur die Identität des VPN-Servers der benutzt wird offenbart.

            Einige der Anbieter die diese Funktionen zur Verfügung stellen. wurden auch in unserem Beitrag über das Darknet beschrieben.

            Zusammenfassung

            Das TOR Project ist eine der am weitest entwickelten Möglichkeiten um sich selbst und seine eigene Privatsphäre zu schützen. Es ist zudem kostenlos. Für Filesharing oder andere datenintensive Dienste ist es jedoch nicht geeignet, außerdem wird man häufig bei lokalen Bankenseiten oder anderen sicherheitsgeschützten Webdiensten bei der Verwendung gesperrt. Daher nicht alltäglich und für alles einsetzbar. Kleine Sicherheitslücken sollten normale Anwender nicht abschrecken, da diese nur schwer auszunutzen sind und auch nur Einzelfälle betreffen werden.

             


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            2 Gedanken zu “TOR (Onion) Test: Anonymität und Privatsphäre im Internet

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