Der Terror und was wäre, wenn wir immer überwacht werden?

In den vergangen Tagen haben wir einiges erlebt, das wir obwohl wir einiges gewöhnt sind kaum glauben konnten. Aber wir fangen am Besten mit dem Beginn an :) Dies ist kein Testbericht, aber es liegt mir am Herzen auch einmal etwas zur staatlichen Überwachung und zu bedrohlichen Angriffen auf unsere Privatsphäre zu sagen.

Terror in Brüssel am Flughafen

In Brüssel gab es vor wenigen Tagen diesen furchtbaren Terroranschlag am Flughafen. Hunderte Verletzte und 35 Tote kann man bis heute zählen. Die Medien berichteten uns im Minutentakt über neue Entwicklungen. Dabei sollten wir trotz aller Spannung nich tauf die vielen vielen Betroffenen vergessen.

Die Polititiker haben Sie gleich danach erneut positioniert. „Sicherheit geht vor Privatsphäre!“ tönte noch am selben Tag auch Thomas de Maiziere. Nun gut schauen wir uns mal an was eigentlich passiert ist.

Brüssel ist mit dem Sitz der EU Kommission und auch des EU Parlamentes die bestbewachte Stadt Europas. Dort gehen täglich tausende EU Politiker und auch andere wichtige Persönlichkeiten durch die Stadt, sitzen in Limousinen oder kommen und verlassen die Stadt über den Flughafen. Damit zählt auch dieser Flughafen zu den am besten überwachten Plätzen Europas.  Es gibt überhaupt keinen Ressourcenmangel, oder könnte man sich vorstellen, das irgend eine Institution der EU sagen würde: „Wir müssen etwas sparen, könnt Ihr unsere Sicherheit nicht auch mit etwas kleinerem Budget sicherstellen?“ Da werden mir alle zustimmen, das wird nicht passieren. Also wir reden über den vermutlich bestgeschützten Platz Europas ohne irgendwelche Einschränkungen für den Sicherheitsapparat. Aber trotzdem nehmen sich an diesem Tag 3 Herren die aus dem Taxi angekommen sind, mit Kleingeld fahrbare Kofferwagen und laden darauf Sprengstoffbeladenes Gepäck. Wenige Minuten später bringen Sie diese zur Zündung, 2 von dreien explodieren und reißen dutzende Menschen binnen  Sekunden in den Tod. Die dritte Bombe hat eine Fehlzündung, der Attentäter aber verlässt daraufhin das Gebäude und verschwindet bis heute spurlos.

Fahndung durch Vorratsdatenspeicherung

Innerhalb von 24h verhaften aber deutsche Behörden in Deutschland vier Männer. Einer davon hatte eine SMS erhalten, nur 3 Minuten vor der Explosion von einem Freund der auch in Deutschland lebt und zu diesem Zeitpunkt war, der aber einen arabischen Nachnamen trägt. In der SMS stand: „FIN“ was auf Französisch „Ende“ heisst. Die Behörden haben daher Ihre eigenen Schlüsse gezogen und die Betroffenen und deren Kontakte dringlich festgenommen. Die Personen wurden 48h später wieder freigelassen, da es gar keinen Zusammenhang zu den Anschlag oder anderen Anschlägen gab. Aber wie haben die Behörden diese Personen gefunden? Durch die Vorratsdatenspeicherung wurden in wenigen Stunden alle SMS und Telefongespräche innerhalb von Deutschland und vermutlich Europaweit ausgewertet. Arabischer Name + SMS mit „Ende“ + 3 Minuten vor dem Anschlag. Das war ein vermeintlicher Treffer.

Wäre der Mann nun auf seinem Arbeitsplatz verhaftet worden, dann wäre sein Ruf damit stark in Mitleidenschaft gezogen worden, aber auch so hat er seinen Arbeitsplatz verloren und wird vermutlich auch die Stadt in der er mit seiner Familie lebt verlassen müssen. Zu sehr nagt auch die falsche Anschuldigung an Ihm. Geheimhalten lässt es sich ja oft sehr schwer, wenn bewaffnete Spezialeinheiten Personen in der Öffentlichkeit festnehmen.

Kommen wir daher zurück zur „Sicherheit geht vor Privatsphäre“.

Im Grunde konnte man diese schrecklichen Anschläge nicht verhindern, weder durch Überwachung noch indem dies an einem der bestbewachten Plätze der Welt erfolgte. Und es war offenbar nicht einmal besonders schwer dies zu organisieren. Aber nun sollen wir Politikern die es nicht geschafft haben, in erster Linie auch über die tatsächlichen Ursachen der Anschläge nachzudenken, denen sollen wir nun unsere Privatsphäre opfern?

Es sollte uns wirklich nachdenklich stimmen, was hier passiert.

Ich möchte nicht, dass andere von meinen Aktivitäten wissen oder meine Nachrichten lesen können, außer ich gebe dies selbst offen preis. Wieviel erzählt man schon seinen eigenen Nachbarn, und wenn ich Ihm etwas sage, dann habe ich selbst die Wahl gehabt dies zu tun. Das ist bei einer Überwachung die der Staat oder Geheimdienste organisieren gar nicht der Fall. Es werden automatisiert Profile über jeden erstellt, Alter, Einkommen, sexuelle Neigungen, Krankheiten, Reisen, politische Einstellung und vieles vieles mehr. All dies lässt sich durch Überwachung erstellen und es wäre naiv zu denken, dass wenn es möglich ist nicht auch schon längst getan wird. Die Vorkommnisse in Deutschland zeigten dies bereits. Unschuldige kamen als Verdächtige ins Fadenkreuz. Dazu kommt, dass die Aufzeichnungen kein Ablaufdatum haben, was man heute tut oder denkt, kann einem dann in Jahren zum Verhängnis werden. Das sehen wir auch heute in der Türkei, Ungarn oder Polen. Es sind nicht immer nur die sogenannten „Schurkenstaaten“ die dies nutzen.

Ich möchte auch nochmals festhalten, die Terroranschläge sind zu verurteilen und die Opfer als auch deren Angehörigen sollten unser Mitgefühl haben. Aber sollten wir nicht die Frage nach der Ursache dafür stellen? Anstatt den Bürgern Ihre Freiheiten und Privatsphäre zu nehmen?

01.04.2016, Markus

 

 

Zusammenfassung
Beitragstitel
Terror gegen unsere Privatsphäre?
Beschreibung
Wir erleben bedrohliche Terroranschläge und auch Angriffe auf unsere Privatsphäre welche nicht immer damit zusammenhängen können.
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VAVT
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