s.to (serienstream.to) der kürzeste Name zu aktuellen “Serien”

Heute berichten wir einmal über eine Plattform über welche man Serien und Filme aus dem Internet streamen kann. “s.to” ist eine kurze und prägnante Seite, welche stets die neuesten Serien anbietet. Der Anbieter verwendet dort sogar ein “SSL” Sicherheitszertifikat um die Nutzer vor einer Überwachung durch Dritte schützen soll, zudem werden eigentlich nur auf bereits vorhandenen “Streams“, also Inhalte bei anderen Plattformen verwiesen, darauf beruft sich der Seitenbetreiber auch, wenn er auf mögliche Urheberrechtsverstösse angesprochen wird.

Das Ganze ist natürlich nur eine vorgeschobene und deutlich zu durchschauende Ausrede als Rechtfertigung. Die Betreiber der Seite wissen sicherlich, dass die angebotenen Inhalte, die Ansprüche von Urheberrechtsinhabern verletzen.

(Die Seite “s.to” ist auch unter “serienstream.to” erreichbar)

Das "s.to" Serienportal
Das “s.to” Serienportal

Der Seitenbetreiber von “s.to” verletzt verbriefte Urheberrechte und handelt zudem gewerblich.

Das Problem dieser Seite ist natürlich, wie bei vielen anderen auch, dass die Inhalte nicht “lizensiert” also durch den Seitenbetreiber damit entgegen der in Deutschland geltenden Urheberrechtsgesetze veröffentlicht werden. Da der Seitenbetreiber damit auch noch Geld verdient (Werbungen) betreibt er diese Urheberrechtsverletzungen auch nich gewerblich und wäre in Deutschland nicht lange auf freiem Fuß. Die Seite wird aber über die Ukraine und mit nicht nachvollziehbaren Daten veröffentlicht, weshalb westliche Anwälte und auch Behörden darauf keinen Zugriff haben. Innerhalb der EU und in den meisten anderen westlichen Staaten wäre durch den auch gegebenen gewerblichen Charakter der Webseite, ebenso ein möglicher Verstoß gegen strafrechtliche Bestimmungen möglich.

Der Seitenbetreiber kann daher zivil- als auch strafrechtlich verfolgt werden. Das wird nur dadurch verhindert, dass der Anbieter sich eben in Staaten aufhaltet, welche diese Art von Verstößen gegen Urheberrechte nicht verfolgen.


Nutzer der Seite hingegen werden nicht straffällig, können jedoch wegen Schadensersatz belangt werden.

Rechtlich gesehen ist es nun so, dass Nutzer welche diese Seite verwenden, nachdem Sie nun wissen dass dabei die Rechte von den Urhebern verletzt werden, auch dafür haftbar gemacht werden können.

Wer wissentlich die Urheberrechte von anderen verletzt kann dafür haftbar gemacht werden (Zivilrechtlich, Schadensersatz)

Das bedeutet, dass jeder der den vorangegangenen Text liest und die Inhalte die auf dieser Seite angeboten werden konsumiert, auch mit Abmahnungen oder zivilrechtlichen Klagen rechnen könnte. Voraussetzung dafür ist es aber, dass die Anwälte der Rechte-Eigner, einen Nutzer nun auch ausfindig machen können. Das ist sehr einfach, wenn sich die Person in Deutschland oder Österreich aufhaltet und eine lokale IP-Adresse des eigenen Internetanbieters dafür verwendet. Es ist aber für deutsche oder österreichische Anwälte unmöglich zum Beispiel die Nutzer von IP-Adressen aus der Schweiz, Russland oder den Niederlande ausfindig zu machen. Damit sind diese daher auch vor einer Verfolgung geschützt.

Wer eine IP-Adresse aus der Schweiz, Niederlande oder Russland verwendet kann praktisch wegen Urheberrechtsverletzungen,  in keinem Fall ausgeforscht werden.

Auch immer wieder im Internet kursierende Gerüchte über Logfiles von VPN-Anbietern, welche zu einer Ausforschung führen könnten, sind nicht zutreffend. Dazu muss man verstehen, dass “Urheberrecht” immer “Zivilrecht” ist und daher auch nur durch zivilrechtliche private Anwälte verfolgt oder mittels Schadensersatzforderungen verfolgt werden kann. Jedoch hat kein deutscher oder österreichischer Anwalt auf Basis geltender Gesetze die Möglichkeit, auch im Ausland Nutzer dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Es gibt dafür praktisch keinerlei rechtliche Grundlagen die das ermöglichen würden.

Deshalb ist man mit praktisch jedem VPN-Anbieter mit dem man sich in das genannte Ausland verbinden kann vor jeglicher Ausforschung wegen zivilrechtlichen Angelegenheiten sicher.


Nutzer die daher bisher Seiten wie “s.to” auch genutzt haben, sollten sich daher auch im Klaren sein, dass diese Art des Medienkonsumes direkt auch “Haftung” wegen des wissentlichen Bruches von Ansprüchen oder Rechten bedeutet kann. 

Wer einen VPN-Service mit einem Standort außerhalb der EU/USA nutzt (Russland, Schweiz, etc) hat jedoch keine Ausforschung zu befürchten. Man sollte sich aber eben immer überlegen, ob man die Verletzung von Ansprüchen der Filmindustrie/Rechteinhaber in Kauf nehmen möchte.



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