NordVPN stellt den “PPTP” und “L2TP” Server Betrieb ein. Ein ernstes Problem für VPN-Router Nutzer!

Viele Leser verwenden VPN-Router zu Hause um das eigene Heimnetzwerk komplett über einen VPN-Service abzusichern. Wie in unseren Anleitungen dazu auch ersichtlich, kann man eine aus einer großen Anzahl an Devices (Geräten) und vielen Partnern dabei wählen. Unser Leser-Support hat dazu auch bereits tausende Anfragen erfolgreich beantworten können.

Die Vorteile dabei sind, dass man auch ohne Anwendungen auf den Endgeräten einen kompletten und zentralisierten Schutz erreicht. Das macht natürlich aber nur Sinn, wenn der Router auch 24h am Tag und das über längere Zeiträume ohne weiteres Zutun verbunden sein kann. Dazu sind aber bei weitem nicht alle VPN Services ausgelegt. Selbst sehr bekannte und beliebte Services wie NordVPN, CyberGhost VPN oder ExpressVPN eignen sich daher eigentlich nur eingeschränkt für die Nutzung direkt am Router. Die am häufigsten verwendeten VPN-Router kommen von der Firma ASUS und sind einfach nutzbar.

Seit Dezember 2018 verzichtet NordVPN darauf das VPN-Protokoll “PPTP” zu verwenden.

Diese Schritt von NordVPN kam etwas überraschend, nachdem eine nicht unerhebliche Anzahl an Nutzern auch Router zu Hause damit verwendet. Die gebotene Lösung von NordVPN ist es “OpenVPN” als verwendetes Protokoll zu nutzen. Das hat aber deutliche Veränderungen zur Folge. Der empfohlene Ersatz durch OpenVPN ist nicht wirklich praktikabel und kann auf vielen Routern gar nicht mehr verwendet werden. Es ist also notwendig,  sich über Alternativen den Kopf zu zerbrechen.

NordVPN hat mit Wirkung zum 1.Dezember 2018 den Betrieb der eigenen PPTP  und L2TP Server eingestellt. Dadurch können nun viele Nutzer den Service auf den eigenen VPN-Routern nicht mehr sinnvoll verwenden. Die gebotenen Alternativen führen zu deutlichen Veränderungen und langsameren Geschwindigkeiten. Es ist daher für viele auch an der zeit entsprechend sich andere Alternativen zu überlegen.

NordVPNs – “OpenVPN” ist keine echte Alternative am VPN-Router

Es gibt aber viele Protokolle die verwendet werden können, jedoch haben diese auch andere Einschränkungen zur Folge. PPTP war dabei das Protokoll, welches auf VPN-Heimroutern ( Asus  oder andere) die meisten Vorteile geboten hat. Der Schritt von NordVPN, dieses Protokoll nun nicht mehr anzubieten ist daher für die Nutzer dieses Services doch eine deutliche Einschränkung. Verwiesen wird von NordVPN selbst, auf die Nutzung des “OpenVPN” Protokolls.

OpenVPN ist ein sicheres Protokoll, aber es benötigt die meisten Ressourcen.

Wer OpenVPN einsetzt, egal auf welchem Gerät, der verwendet ein VPN-Protokoll welches zwar genauso sicher wie andere ist, aber deutlich mehr Ressourcen für die Ver- und Entschlüsselung der Daten benötigt. Das macht sich auf vielen Geräten durch deutliche Wärmeentwicklung, schneller entladene Batterien oder auch durch reduzierte Übertragungsgeschwindigkeiten bemerkbar. Die gekauften Anschlüsse der Internetanbieter entsprechend aber immer weniger damit den real erreichbaren Werten, insbesondere wenn man auf Sicherheit durch einen VPN dabei auch noch wert legen möchte.

NordVPN auf ASUS Routern ohne PPTP verwenden

ASUS Router haben daher mit den selben Auswirkungen durch mit die Verwendung von OpenVPN umzugehen. Das bedeutet aber, dass gerade die Einstiegsgeräte deutliche Geschwindigkeitseinbußen verzeichnen werden. In unseren Tests wurden Router statt 27.000 kbit/s über OpenVPN mit nur noch 9.000 kbit/s verwendbar. Also wir sprechen daher von einer Reduktion der Geschwindigkeit aufgrund von höheren Ressourcenverbrauch mit OpenVPN von mehr als -60%! Das ist deutlich merkbar.

Viele Geräte unterstützen daher nur  PPTP!

Das ist aber auch der Grund, weshalb einige der Geräte wie der Asus AC53U oder die N12E und N18 Router, gar keine OpenVPN Funktion integriert haben. Diese Router sind daher mit NordVPN gar nicht mehr verwendbar.

Den Nutzern bleibt damit eigentlich nichts anderes mehr über als erneut auf die Apps der Services zurückzugreifen und die Verbindungen direkt über die Endgeräte herzustellen.  ASUSWRT-Merlin Nutzer kennen diese Problematik bereits aus eigener Erfahrung, da diese eigentlich zumeist nur noch OpenVPN verwenden können. Das damit aber trotz teuerer Asus hardware aber nur eine leider geringe Geschwindigkeit erzielt werden kann, ist daher auch  nur für wenige Nutzer zu Hause eine Option.

Einschränkungen auf alternativen Router-Systemen wie DD-WRT

Dieses Phänomen betrifft aber natürlich nicht nur ASUS Router, sondern auch sämtliche Nutzer von “geflashten” Routern auf Basis freier Betriebssysteme wie DD-WRT, OpenWRT, Tomato usw… Diese Betriebssysteme werden häufig auf Linksys Router heruntergeladen und danach installiert. Aber alle Geräte die die VPN Verbindungen mit dem aufwendigen OpenVPN Protokoll erstellen, zeigen deutliche Geschwindigkeitsreduktionen bei den Datenübertragungen. DD-WRT hat dazu eine sehr alte OpenVPN Version integriert, dadurch sind noch deutlichere Reduktionen absehbar.

Durch die Verwendung von OpenVPN auf dem VPN-Router wird die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich eingeschränkt. Viele VPN-Router können zudem OpenVPN gar nicht nutzen.

Gibt es keine schnelleren VPN-Router für NordVPN?

Klar können Business-VPN Anwender mit teuerer Router-Hardware auch weiterhin mit OpenVPN sehr gute Übertragungsraten erzielen. Die Praxis zeigt aber dass Router für mehr als 1.000 Euro das Stück nur selten auch in Familien verwendet werden.

L2TP oder PPTP sind auf Geräten, die über keine großen Prozessor-Ressourcen verfügen, die beste Wahl.

Dazu kommt, dass PPTP das eigentlich am meisten verbreitetste VPN-Protokoll darstellt. Auch wenn immer wieder Gerüchte über “Unsicherheiten” bei der Verwendung dieser Protokolle kursieren, ist die Verwendung für die allermeisten Nutzer aber absolut sicher einzustufen!

VPN-Services, welche häufig auf Routern verwendet werden

Nicht jeder VPN-Service bietet aber die für HeimRouter optimiert einsetzbaren VPN-Protokolle “PPTP” oder ist auch für den Dauerbetrieb am Router ideal nutzbar. Funktionen wie das   (LoadBalancing) bringen den Nutzern auf HeimRoutern deutliche Komfort und auch Sicherheitsvorteile. Durch LoadBalancing werden die Verbindungen zu einem VPN-Server automatisch angepasst und optimiert. Dabei wird ebenso eine Ausfallsicherheit erreicht und der Nutzer ist nicht mehr von der Auslastung eines einzelnen Servers beschränkt, sondern vollautomatisch werden freie Ressourcen zur verfügung gestellt. Damit erreicht man ständig und dauerhaft die besten Verbindungsgeschwindigkeiten.

VPN Lastenausgleichsverbindung Vergleich mit VPN-Router
VPN Lastenausgleichsverbindung Vergleich mit VPN-Router

Die empfohlenen VPN-Services für Router:

Zusammenfassung
Weshalb man NordVPN nicht auf VPN-Routern verwenden sollte!
Beitragstitel
Weshalb man NordVPN nicht auf VPN-Routern verwenden sollte!
Beschreibung
Viele Nutzer möchten den eigenen VPN-Service auch auf einem VPN-Router zu Hause direkt verwenden. Die Vorteile sind dabei absolut vorhanden und auch die Kosten dafür mehr als überschaubar geworden. NordVPN ist zwar einer de beliebtesten VPNs aber dennoch nicht mehr ideal für die Verwendung auf einem Router geeignet. Der Grund liegt in den einfachen Servern aber auch, nachdem der Service nur die PPTP Verbindungen abgeschaltet hat wird es zunehmend langsamer diesen Service auf Routern direkt einzusetzen. Wir erklären weshalb.
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1 Gedanke zu “NordVPN stellt den “PPTP” und “L2TP” Server Betrieb ein. Ein ernstes Problem für VPN-Router Nutzer!”

  1. Benutze NordVPN seit 8 Monaten. Mit ASUS RT-AC58U ging es sehr langsam (10-12 Mbit DL von 100Mbit mit OpenVPN).Jetzt habe ich mir ASUS RT-AC86U gekauft und habe kein Problem mehr. Download meistens 80-90Mbit mit OpenVPN. ASUS RT-AC86U kostet bei Amazon unter 200 Euro. Also so teuer er ist auch nicht.

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