Testbericht: Kaspersky™ VPN Connection – nun auch Teil der USA Spionageindustrie?

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Kaspersky™ VPN

5.00
2.9

Geschwindigkeit

5.0/10

Privatsphäre

1.5/10

Ausstattung

3.1/10

Kundenservice

2.3/10

Preis

2.7/10

Positiv

  • Integriert in Sicherheitsuite für PC, Mac und Android Systeme
  • Streaming von TV-Videonhalten

Negativ

  • Kaspersky hat für einen hohen Millionenbetrag die Überwachungslösung der NSA
  • Leider wurde der Anbieter durch Geldzahlungen zum Teil der NSA und CIA Überwachungsprpgramme

Verbindungen pro Konto3
Dauer( 12 Monat ) 41.97 EUR
Kaspersky™ ist bekannt für zahlreiche Internetsecurity und Virenschutzprodukte. Leider wie in dieser Branche üblich regiert bei dem Unternehmen aber die Gewinnoptimierung oftmals auch die Geschäftspolitik. Nicht anders zu erklären ist es für uns, dass Kaspersky sich entschlossen hat für einen hohen Mehrstelligen Millionenbetrag nun auch ein durch die NSA finanziertes Überwachungsprogramm “HotSpotShield VPN” in seine eigene Software zu integrieren. “HotSpotShield” ist weltweit durch riesige Werbebudgets bekannt geworden und bedient Kunden auch kostenfrei über Ihr VPN-Netzwerk. Dabei versprechen diese “Sicherheit oder Anonymität” allerdings konnten wir auch feststellen, das zusätzlich eine Art Trojaner mitinstalliert wurde und die Aktivitäten der Nutzer überwacht und aufgezeichnet werden. Deshalb beschreiben wir “HotspotShield” auch als “Überwachungstrojaner” und nicht als VPN-Dienst.

Das Kaspersky aus Profitgedanken nun so eine Partnerschaft mit einem NSA-finanzierten Dienst eingeht und damit vermeintlich den eigenen Kunden einen Mehrwert bietet ist dennoch sehr zweifelhaft und wird am schlechten Ruf des Unternehmens in der “Professionellen Sicherheitsbranche” auch nicht weiter helfen.  Klar es wurde auch schon bekannt (Wikipedia), dass die CIA auch so genannte “Exploits” und gefundene Schachstellen in Betriebsystemen von Kaspersky gekauft hatte um diese dann für die eigenen Zwecke zu missbrauchen und Ziele gezielt damit überwachen oder übernehmen zu können. In den öffentlichen Medien wird “Kaspersky” aber immer noch als Sicherheitsunternehmen dargestellt, der russische Staat hat aber mit dem eigenen Wissen bereits 2008 jegliche Kooperation und vor allem auch die Verwendung auf Staatscomputersystemen mit Software von Kaspersky eingestellt und teilweise intern bereits verboten. Zu groß war schon damals die Gefahr die durch die Spionagezusammenarbeit ausgegangen war.

Die Virenerkennung von Kaspersky hilft Millionen von Privatnutzern, allerdings nur gegen unerwünschte Schädlinge. In unseren eigenen Test konnten wir feststellen, das eben der durch HSS installierte Trojaner natürlich völlig unerkannt bliebt.

Für einen detaillierten Testbericht zu “HotSpotShield” verweisen wir daher einfach auf den vorangegangenen Test:

HotspotShield Testbericht: VPN-Service mit engen Beziehungen zu US-Diensten und Behörden.

Kurzübersicht über das verwendete Netzwerk

Datenweitergabe ohne Zustimmung durch die Nutzer!

Kaspersky VPN Connection unterscheidet sich dahingehend, dass der Anbieter nun die Services von HSS direkt in seine eigene Softwarelösung integriert hat. Die VPN-Standorte als auch die Verbindungen laufen aber zu 100% über den HSS Dienst. Das ist einerseits natürlich komfortabel gelöst, ermöglicht aber auch andererseits, dass HSS so gut wie alle Daten der Nutzer ohne vorheriges Einverständnis der Benutzer erhaltet. Dieser Privatsphäre Supergau wird interessanterweise von niemanden wirklich bekrittelt.  Wir konnten feststellen, dass schon ohne die Aktivierung der Kaspersky VPN-Verbindungen die Software die neue Installation der Software direkt auch an HSS meldet. Das mag ja den gesamten Inbetriebnahmeprozess vereinfachen, allerdings haben wir nicht einmal in den Geschäftsbedingungen im “Kleingedruckten” Hinweise dafür finden können. Warum gibt sich Kaspersky hier so zurückhaltend mit Informationen? Und wie kann dies überhaupt mit deutschem Recht zusammenpassen? Datenweitergabe an Dritte ohne Rückfragen bei den Nutzern?  Wir sehen hier bereits offene Rechtsfragen dazu.

Unser Fazit zu Kaspersky VPN Connection

Wir raten jedem der sich der Überwachung durch US Dienste nicht aussetzen will von einer Nutzung der Kaspersky Software aber im Besonderen auch vor der Nutzung des integrierten VPN-Connection Dienstes ab. HotSpotShield als Partner kann keine wirklichen Schutz davor bringen und auch die von den Nutzern unbestätigte Datenweitergabe an dieses Unternehmen durch Kaspersky, sehen wir als “größeres Problem” auch was die rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb der EU betrifft.

 


Erstellt am:30. April 2017


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5 Gedanken zu “Testbericht: Kaspersky™ VPN Connection – nun auch Teil der USA Spionageindustrie?”

  1. Ähm, welchen AV Anbieter würden Sie denn empfehlen?
    Gibt es in der Branche auch Anbieter die unabhängiger sind als Kaspersky?

    • Danke, dass mir ab und zu jemand wieder diese Frage stellt, denn diese ist essentiell und zeigt auch wie Geschäfte gemacht werden mit der Angst von Nutzern.

      Du brauchst garantiert keinen Virenschutz installieren, denn die Virenschutz Services können niemals neue Viren selbst entdecken sondern nur bereits bekannte unterdrücken/erkennen. Nur bekannte Viren erkennen ist weniger eine Aufgabe die einen Virenschutz benötigt der damit mindesten 20% Deiner Systemressourcen (Prozessor, temporärer Speicher, Festplattenzugriffe) benötogt. Dadurch wird Dein PC/Gerät um beinahe die Hälfte schneller abgenutzt, verbraucht um +30% mehr Strom und neigt zu mehr Fehlern als ohne einen Virencanner installiert zu haben. In jedem gängigen Betriebssystem sind die Tool, welche es braucht um Schadhafte Software oder das Ausführen von bösartigen Programmen zu verhindern bereits enthalten. Dazu braucht es auch keinerlei Drittanbieter die man auch noch teuer bezahlen muss.

      Bei Firmen wie Kaspersky und allen anderen sind auch mehr als 90% der Mitarbeiter nicht mit dem Produkt/Entwicklung beschäftigt sondern mit Marketing und Kommunikation. Darum geht es diesen Unternehmen ja auch, dass sie mit der Angst vor Viren Geld verdienen.

      Niemals jemals hat sich ein Virus selbst installiert und schon gar nicht selbst gestartet. Also soll Virensoftware vor den dummen Verhalten der Nutzer selbst schützen? Das ist doch blödsinn, noch dazu wo jedes E-Mailanbieter, jeder Browser und auch lokale Router etc Schadsoftware heute erkennen, kommen nur wenn die Nutzer völlig blöd sind noch Viren auf deren Geräten.

      Du wirst einen deutlich schnelleren, langlebigeren PC haben, wenn Du auf diese Pseudogefahrensoftware verzichten wirst und stattdessen den Boardmitteln und ein wenig Deinem eigenen Gehirn den Vorzug geben wirst. Dann investiere lieber in ein vernünftiges BackUp für Deine Daten, denn dann ist es Dir auch völlig egal, falls ein Pr4oblem Daten auf Deinem gerät vernichtet, stellst Du das gesicherte System halt in wenigen Minuten wieder her. Das ganze wird Dich zudem noch deutlich weniger Geld kosten kurzfristig und langsfristige erst recht.

      Link: Warum Du keinen Virenschutz brauchst.

  2. Ehrlichen Bericht? Nichts ist leichter als heutzutage im Internet die Behauptungen mit Links zu beweisen.
    Wenn Kaspersky wie oben zwar mit einem Fragezeichen versehen “Teil der US Spionage Industrie sei”, warum hat dann die US Regierung Kaspersky aus ihren Behörden verbannt? Etwa weil sie Teil des Verschwörungskomplott der US Regierung war, aber die Daten nach Russland abzweigte?
    Sie sehen, solche Artikel werfen mehr Fragen als Antworten auf, wenn man sie mit Behauptungen füttert, aber mittels (Internet) Links nicht beweisen kann oder will.

    • Entschuldigung, aber mit US Vorwürfen gegen irgendjemand kann man nicht gerade die eigene Wahrheit aufbauen. Diese sind oft völlig falsch und hängen davon ab ob sie von der USA Partei RECHTS oder GANZ RECHTS kommt. Und diametral gegenläufig sind dann Behauptungen die nie bewiesen werden. Also als Begründung anzuführen, dass irgend jemand in den USA irgendwas unbewiesenes behauptet hat, ist kein Beleg für irgendwas. Zu Kaspersky, bereits 2012 wurde Kaspersky verboten Software/Dienste in russische Behörden zu liefern, also die waren da schon viel früher dran, den Anbieter komplett daran zu hindern in den eigenen IT Netzen vorhanden zu sein.

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