Testbericht: Kaspersky™ VPN Connection – nun auch Teil der USA Spionageindustrie?

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Kaspersky™ VPN

2.08 EUR
2.9

Geschwindigkeit

5.0/10

Privatsphäre

1.5/10

Ausstattung

3.1/10

Kundenservice

2.3/10

Preis

2.7/10

Positiv

  • Integriert in Sicherheitsuite für PC, Mac und Android Systeme
  • Streaming von TV-Videonhalten

Negativ

  • Kaspersky VPN kooperiert mnit dem durch NSA Mittel finanzierten VPN Anbieter HotSpotShield
  • Integration des bereits langsamen HSS Netzwerkes ist keine gelungene Lösung
  • Logfiles sind durch Begfrenzungen transparent vorgesehen im gesamten Netzwerk
  • Daten werden auch ohne Zustimmung des Nutzers bereits an Kaspersky übertragen.

Kaspersky™ ist bekannt für zahlreiche Internetsecurity und Virenschutzprodukte. Leider wie in dieser Branche üblich regiert bei dem Unternehmen aber die Gewinnoptimierung oftmals auch die Geschäftspolitik. Nicht anders zu erklären ist es für uns, dass Kaspersky sich entschlossen hat für einen hohen Mehrstelligen Millionenbetrag nun auch ein durch die NSA finanziertes Überwachungsprogramm „HotSpotShield VPN“ in seine eigene Software zu integrieren. „HotSpotShield“ ist weltweit durch riesige Werbebudgets bekannt geworden und bedient Kunden auch kostenfrei über Ihr VPN-Netzwerk. Dabei versprechen diese „Sicherheit oder Anonymität“ allerdings konnten wir auch feststellen, das zusätzlich eine Art Trojaner mitinstalliert wurde und die Aktivitäten der Nutzer überwacht und aufgezeichnet werden. Deshalb beschreiben wir „HotspotShield“ auch als „Überwachungstrojaner“ und nicht als VPN-Dienst.

ProduktbezeichnungKaspersky™ VPN
Empfohlene EinsatzgebieteSperren umgehenFirewall & SchutzNetflix (DE)Streaming (Urheberr.)

Das Kaspersky aus Profitgedanken nun so eine Partnerschaft mit einem NSA-finanzierten Dienst eingeht und damit vermeintlich den eigenen Kunden einen Mehrwert bietet ist dennoch sehr zweifelhaft und wird am schlechten Ruf des Unternehmens in der „Professionellen Sicherheitsbranche“ auch nicht weiter helfen.  Klar es wurde auch schon bekannt (Wikipedia), dass die CIA auch so genannte „Exploits“ und gefundene Schachstellen in Betriebsystemen von Kaspersky gekauft hatte um diese dann für die eigenen Zwecke zu missbrauchen und Ziele gezielt damit überwachen oder übernehmen zu können. In den öffentlichen Medien wird „Kaspersky“ aber immer noch als Sicherheitsunternehmen dargestellt, der russische Staat hat aber mit dem eigenen Wissen bereits 2008 jegliche Kooperation und vor allem auch die Verwendung auf Staatscomputersystemen mit Software von Kaspersky eingestellt und teilweise intern bereits verboten. Zu groß war schon damals die Gefahr die durch die Spionagezusammenarbeit ausgegangen war.

Die Virenerkennung von Kaspersky hilft Millionen von Privatnutzern, allerdings nur gegen unerwünschte Schädlinge. In unseren eigenen Test konnten wir feststellen, das eben der durch HSS installierte Trojaner natürlich völlig unerkannt bliebt.

Datenweitergabe ohne Zustimmung durch die Nutzer!

Kaspersky VPN Connection unterscheidet sich dahingehend, dass der Anbieter nun die Services von HSS direkt in seine eigene Softwarelösung integriert hat. Die VPN-Standorte als auch die Verbindungen laufen aber zu 100% über den HSS Dienst. Das ist einerseits natürlich komfortabel gelöst, ermöglicht aber auch andererseits, dass HSS so gut wie alle Daten der Nutzer ohne vorheriges Einverständnis der Benutzer erhaltet. Dieser Privatsphäre Supergau wird interessanterweise von niemanden wirklich bekrittelt.  Wir konnten feststellen, dass schon ohne die Aktivierung der Kaspersky VPN-Verbindungen die Software die neue Installation der Software direkt auch an HSS meldet. Das mag ja den gesamten Inbetriebnahmeprozess vereinfachen, allerdings haben wir nicht einmal in den Geschäftsbedingungen im „Kleingedruckten“ Hinweise dafür finden können. Warum gibt sich Kaspersky hier so zurückhaltend mit Informationen? Und wie kann dies überhaupt mit deutschem Recht zusammenpassen? Datenweitergabe an Dritte ohne Rückfragen bei den Nutzern?  Wir sehen hier bereits offene Rechtsfragen dazu.

Kaspersky Tarife

Typischerweise wird Kaspersky VPN dazu angeboten, bestehenden Virenschutz Kunden noch einen zusätzlichen Service anbieten zu können, das bedeutet auch, dass ein Abo mit der Sicherheitssoftware auch Voraussetzung ist um Kaspersky VPN nutzen zu können. Die Preise orientieren sich hier auch sehr stark an dem maximal machbaren, sind im direkten Vergleich aber deutlich überteuert. Für vergleichbares oder weniger Geld bekommt man bei spezialisierten VPNs deutlich mehr Leistung geboten.

Kurzübersicht über das verwendete Netzwerk

Kaspersky VPN setzt die Server und Infrastruktur von Hotspotshield VPN ein. Für einen detaillierten Testbericht zu „HotSpotShield“ verweisen wir daher einfach auf den vorangegangenen Test:

HotSpotShield Testbericht

Sonderfunktionen
AlwaysOn Server
Autom. IP-Wechsel
Dedicated Server
Eigene DNS
Eigene Hardware
Firewall
Geteilte IP
IPv4
IPv6 (neu)
Keine Logfiles
KillSwitch
LoadBalancing
Malwarefilter
Multi-Hop VPN
NeuroRouting
Obfuscation (Maske)
Own IP adresses
Own Torrent Server
Portweiterleitungen
RAM-Disk (k.HDD)
SmartDNS
Statische IP
Tracking-Blocker
Virtuelle Server
VPN-zu-TOR

 

Kaspersky für Streaming

Streaming mit Kaspersky ist auch wenn man die Einschränkungen betrachtet, dass der Service nicht vor Abmahnungen schützt, ein ebenso eingeschränktes Erlebnis. Es gibt keinerlei Vorkehrungen damit Premium Videoportale auch zugänglich gemacht werden können und somit wird der Service bei den meisten Plattformen als VPN oder Proxy erkannt und blockiert.

Streaming von TV und Videoinhalten
Nutzung am Heim-Router
Nutzung mit KODI
SmartDNS
FireTV App
Abmahnungen vermeiden
Unterstütze Streaming-PlattformenNetflix (DE)N24 (DE)MDR (DE)rbb (DE)WDR (DE)Servus TV (DE, AT, CH)

Kaspersky VPN für Downloads & Torrent

Abmahnungsfrei ist man mit dem Service nicht, weshalb sich Downloads und auch Torrent eher als riskantes unternehmen darstellen, wovor wir hier auch klar abraten. Zusätzlich klappen KillSwitch und andere Vorkehrungen praktisch nur auf Windows Geräten und bieten keinerlei Einstellmöglichkeiten. Daher wer Abmahnungen aus dem Wege gehen will und mehr Sicherheit bei Downloads allgemein haben möchte sollte dafür nicht Kaspersky VPN einsetzen!

Download und Torrent
Torrent Nutzung erlaubt
Eigene Torrent Server
Abmahnungen vermeiden
Portweiterleitungen

Auf Reisen mit Kaspersky VPN

Da es praktisch keine tauglichen Anwendungen für mobile Geräte gibt sind auch die Einsatzmöglichkeiten auf Reisen stark eingeschränkt.

VPN für Reisen und im Ausland
Nutzung in restriktiven Netzwerken (China, Hotels)
Obfusication (Maskierung)
Schutz in unsicheren Wifi-Netzwerken
Shadowsocks oder SOCKS5

Online Gaming mit Kaspersky VPN

Für Online Gaming braucht man geringe Latenzzeiten, das Netzwerk von HSS das dabei aber verwendet wird ist keineswegs schnell. Wie viele Leser beklagen konnten wir auch in unseren Tests feststellen, dass man sich durch Kaspersky eher verschlechtert beim Online Gaming als einen Vorteil dabei zu haben, weshalb man dabei darauf verzichten sollte.

Online Gaming
Geringe Latenzzeiten
Nutzung auf Spielekonsolen
DDoS Schutz

Kaspersky VPN für Heimrouter

Kaspersky VPN lässt sich nicht auf Geräten nutzen wo es keine eigenen Apps dafür gibt, weshalb die Nutzung auf Heimroutern einfach ausgeschlossen ist.

Betrieb am VPN-Client Router
Verwendung auf Routern
Load Balancing
Ausfallsfreier Betrieb
Eigene Router Anwendung
Kompatibel mit

Geschwindigkeit mit Kaspersky VPN

Das HotSpotShield Netzwerk ist eher ein langsames Erlebnis und daher kann hier auch Kaspersky VPN kaum etwas besser machen. Die Server haben stark schwankende Latenzzeiten und bieten kaum höhere Übertragungsgeschwindigkeiten als 10-20 MBit/s maximal.

Maximale Geschwindigkeit getestet
Download29678 kbps
Upload33378 kbps
Jitter15 ms
Ping100 ms
Getestet mit OpenVPN (UDP) am22.03.2020
Verbindung innerhalb vonDeutschland

Unser Fazit zu Kaspersky VPN Connection

Wir raten jedem der sich der Überwachung durch US Dienste nicht aussetzen will von einer Nutzung der Kaspersky Software aber im Besonderen auch vor der Nutzung des integrierten VPN-Connection Dienstes ab. HotSpotShield als Partner kann keine wirklichen Schutz davor bringen und auch die von den Nutzern unbestätigte Datenweitergabe an dieses Unternehmen durch Kaspersky, sehen wir als „größeres Problem“ auch was die rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb der EU betrifft.

 


Erstellt am:30. April 2017


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