Testbericht: Kaspersky™ VPN Connection – nun auch Teil der USA Spionageindustrie?

Kaspersky™ VPN

$4
3.4

Geschwindigkeit

5.0/10

Privatsphäre

0.1/10

Ausstattung

5.0/10

Kundenservice

3.5/10

Preis

3.5/10

Positiv

  • Integriert in Sicherheitsuite für PC, Mac und Android Systeme
  • Streaming von TV-Videonhalten

Negativ

  • Kaspersky hat für einen hohen Millionenbetrag die Überwachungslösung der NSA
  • Leider wurde der Anbieter durch Geldzahlungen zum Teil der NSA und CIA Überwachungsprpgramme

Kaspersky™ ist bekannt für zahlreiche Internetsecurity und Virenschutzprodukte. Leider wie in dieser Branche üblich regiert bei dem Unternehmen aber die Gewinnoptimierung oftmals auch die Geschäftspolitik. Nicht anders zu erklären ist es für uns, dass Kaspersky sich entschlossen hat für einen hohen Mehrstelligen Millionenbetrag nun auch ein durch die NSA finanziertes Überwachungsprogramm “HotSpotShield VPN” in seine eigene Software zu integrieren. “HotSpotShield” ist weltweit durch riesige Werbebudgets bekannt geworden und bedient Kunden auch kostenfrei über Ihr VPN-Netzwerk. Dabei versprechen diese “Sicherheit oder Anonymität” allerdings konnten wir auch feststellen, das zusätzlich eine Art Trojaner mitinstalliert wurde und die Aktivitäten der Nutzer überwacht und aufgezeichnet werden. Deshalb beschreiben wir “HotspotShield” auch als “Überwachungstrojaner” und nicht als VPN-Dienst.

Das Kaspersky aus Profitgedanken nun so eine Partnerschaft mit einem NSA-finanzierten Dienst eingeht und damit vermeintlich den eigenen Kunden einen Mehrwert bietet ist dennoch sehr zweifelhaft und wird am schlechten Ruf des Unternehmens in der “Professionellen Sicherheitsbranche” auch nicht weiter helfen.  Klar es wurde auch schon bekannt (Wikipedia), dass die CIA auch so genannte “Exploits” und gefundene Schachstellen in Betriebsystemen von Kaspersky gekauft hatte um diese dann für die eigenen Zwecke zu missbrauchen und Ziele gezielt damit überwachen oder übernehmen zu können. In den öffentlichen Medien wird “Kaspersky” aber immer noch als Sicherheitsunternehmen dargestellt, der russische Staat hat aber mit dem eigenen Wissen bereits 2008 jegliche Kooperation und vor allem auch die Verwendung auf Staatscomputersystemen mit Software von Kaspersky eingestellt und teilweise intern bereits verboten. Zu groß war schon damals die Gefahr die durch die Spionagezusammenarbeit ausgegangen war.

Die Virenerkennung von Kaspersky hilft Millionen von Privatnutzern, allerdings nur gegen unerwünschte Schädlinge. In unseren eigenen Test konnten wir feststellen, das eben der durch HSS installierte Trojaner natürlich völlig unerkannt bliebt.

Für einen detaillierten Testbericht zu “HotSpotShield” verweisen wir daher einfach auf den vorangegangenen Test:

https://vpn-anbieter-vergleich-test.de/hotspotshield/

Kurzübersicht über das verwendete Netzwerk

Datenweitergabe ohne Zustimmung durch die Nutzer!

Kaspersky VPN Connection unterscheidet sich dahingehend, dass der Anbieter nun die Services von HSS direkt in seine eigene Softwarelösung integriert hat. Die VPN-Standorte als auch die Verbindungen laufen aber zu 100% über den HSS Dienst. Das ist einerseits natürlich komfortabel gelöst, ermöglicht aber auch andererseits, dass HSS so gut wie alle Daten der Nutzer ohne vorheriges Einverständnis der Benutzer erhaltet. Dieser Privatsphäre Supergau wird interessanterweise von niemanden wirklich bekrittelt.  Wir konnten feststellen, dass schon ohne die Aktivierung der Kaspersky VPN-Verbindungen die Software die neue Installation der Software direkt auch an HSS meldet. Das mag ja den gesamten Inbetriebnahmeprozess vereinfachen, allerdings haben wir nicht einmal in den Geschäftsbedingungen im “Kleingedruckten” Hinweise dafür finden können. Warum gibt sich Kaspersky hier so zurückhaltend mit Informationen? Und wie kann dies überhaupt mit deutschem Recht zusammenpassen? Datenweitergabe an Dritte ohne Rückfragen bei den Nutzern?  Wir sehen hier bereits offene Rechtsfragen dazu.

Unser Fazit zu Kaspersky VPN Connection

Wir raten jedem der sich der Überwachung durch US Dienste nicht aussetzen will von einer Nutzung der Kaspersky Software aber im Besonderen auch vor der Nutzung des integrierten VPN-Connection Dienstes ab. HotSpotShield als Partner kann keine wirklichen Schutz davor bringen und auch die von den Nutzern unbestätigte Datenweitergabe an dieses Unternehmen durch Kaspersky, sehen wir als “größeres Problem” auch was die rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb der EU betrifft.

 



Fragen & Hilfe - Kontakt

3 Gedanken zu “Testbericht: Kaspersky™ VPN Connection – nun auch Teil der USA Spionageindustrie?

  1. Ehrlichen Bericht? Nichts ist leichter als heutzutage im Internet die Behauptungen mit Links zu beweisen.
    Wenn Kaspersky wie oben zwar mit einem Fragezeichen versehen “Teil der US Spionage Industrie sei”, warum hat dann die US Regierung Kaspersky aus ihren Behörden verbannt? Etwa weil sie Teil des Verschwörungskomplott der US Regierung war, aber die Daten nach Russland abzweigte?
    Sie sehen, solche Artikel werfen mehr Fragen als Antworten auf, wenn man sie mit Behauptungen füttert, aber mittels (Internet) Links nicht beweisen kann oder will.

    • Entschuldigung, aber mit US Vorwürfen gegen irgendjemand kann man nicht gerade die eigene Wahrheit aufbauen. Diese sind oft völlig falsch und hängen davon ab ob sie von der USA Partei RECHTS oder GANZ RECHTS kommt. Und diametral gegenläufig sind dann Behauptungen die nie bewiesen werden. Also als Begründung anzuführen, dass irgend jemand in den USA irgendwas unbewiesenes behauptet hat, ist kein Beleg für irgendwas. Zu Kaspersky, bereits 2012 wurde Kaspersky verboten Software/Dienste in russische Behörden zu liefern, also die waren da schon viel früher dran, den Anbieter komplett daran zu hindern in den eigenen IT Netzen vorhanden zu sein.

Schreibe einen Kommentar

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.