Google nimmt neuen Kurs auf Musik-Streaming-Olymp: YouTube Music soll Spotify & Co vom Thron stoßen

Das nennen wir mal eine Kampfansage: Google hält sich nicht an den alten Spruch “Schuster bleib bei den Leisten”. Passt ja auch nicht ins dynamische Internet-Zeitalter. Der Konzern dachte sich stattdessen eben mal schnell: Was Apple und Spotify können, können wir schon lange. Musik-Streamen nämlich. Seit 18. Juni ist der neue Google Musik-Streamingdienst von YouTube, das zu Google gehört, erhältlich. Wir erzählen dir, was du über diese Neuheit wissen solltest.

Google Play Music erfüllte Erwartungen nicht

Halt, wieso neu – Google hat doch bereits einen Musik-Streamingdienst? Da hast du absolut recht. Aber Google Play Music hatte bisher nicht das Zeug dazu, den Markt zu erobern. Und so etwas ist für das erfolgsverwöhnte Google natürlich ärgerlich. Also musste etwas Neues, Zugkräftigeres her. Was würde sich für so einen neuen Dienst besser eignen, als eine sehr erfolgreiche Video-Plattform, die man zufällig sowieso im Portfolio hat? Gesagt, getan, YouTube Music war geboren und präsentiert sich im groben Ganzen ähnlich wie Konkurrent Spotify.

Auf den ersten Blick nicht viel Neues …

Tatsächlich bringt YouTube Music nichts weltbewegend Neues: Es gibt unzählige Playlists und Hitlists, die dich je nach Geschmack beschallen. Außerdem natürlich Empfehlungen, die auf dich bzw. deine Musik-Vorlieben zugeschnitten sind und sich je nach Ort und vorherigem Song ändern. Damit diese Empfehlungen noch besser auf dich zutreffen, kannst du sie bewerten.

… auf den zweiten doch einige Goodies

Um sich an die Spitze der Musik-Streaming-Dienst durchzukämpfen bedarf es aber natürlich einiger Extras. Da hat sich Google Folgendes einfallen lassen: Allen voran natürlich Musikvideos, aber auch Live-Gigs, Cover-Versions oder Remixes, die jetzt allesamt von einer App und nicht verschiedenen abrufbar sind. Also eine praktische Sache. Wenn du Musikvideos liebst, ist auch die Offline-Funktion durchaus nett. Hierfür kannst du eine von YouTube erstellte Liste der 20 besten Musikvideos auch ohne Internet anhören, weitere Empfehlungen inklusive. Das Ganze gibt es auch für 20 „normale“ Songs, die ständig wechseln und auch offline gehört werden können. Ebenfalls top: die Suchfunktion. YouTube Music findet für dich absolut alles. Rechtschreibfehler, Irrtümer, nur ein Wort des Titels etc. – alles egal, der Dienst ist wirklich ein Such-Wunderkind.

Cashcow Musik-Streaming: 2017 Umsatzplus von knapp 43 %

Dass Google auf den Musik-Streaming-Zug unbedingt aufspringen will ist nicht nur Ehrensache, sondern vor allem auch ein lukratives Geschäft: 2017 stieg der Umsatz von Spotify, Apple Music & Co bei uns um fast 43 %, was wirklich ein gigantischer Sprung ist. Mit Musik-Streaming wird so mittlerweile mehr als ein Drittel aller Umsätze der Musikbranche in Deutschland erzielt. Und dabei ist Deutschland kein extremer Vorreiter – in anderen Ländern sieht das Ergebnis sogar noch besser aus.

YouTube Premium: Jetzt auch Originals erhältlich

Google ist aber nicht nur beim Musik-Streaming umtriebig gewesen, sondern auch in Sachen Film & Serien. Von Netflix und Amazon kennen – und schätzen – wir sie schon: die Eigenproduktionen, die oft wirklich tolle Dinge bieten. Klar, dass da auch Google mit von der Partie sein möchte. Mit YouTube Premium, seinem Bezahldienst, tut er das nun auch. Über diesen Dienst kannst du einerseits YouTube-Videos downloaden und auch offline ansehen sowie eben sogenannte Originals wie „Thriller Impulse“ oder „Cobra Kai“ anschauen. Letztes ist vor allem etwas für dich, wenn du ein „Karate Kid“-Fan bist. Die Serie spielt nämlich 35 Jahre danach.

Achtung: Apple-Kunden zahlen mehr!

So etwas wie gleiches Recht (oder gleiche Preise) für alle kannst du im hart umkämpften Musik-Streaming vergessen. Das bekommen diesmal Apple-Kunden zu spüren. Sie müssen für den neuen YouTube Dienst in seiner kostenpflichtigen Premium-Version nämlich mehr bezahlen. Prinzipiell fallen dafür im Monat 11,99 Euro an, als Familienabo für maximal 6 Personen 17,99 Euro. Angenehmerweise kannst du YouTube Premium 3 Monate gratis testen. Jetzt aber zum Haken: Als iPhone- oder iPad-Besitzer würdest du dir das Ganze sicherlich im iOS-Shop sichern wollen, oder? Solltest du nicht, denn YouTube schlägt dort doch tatsächlich 4 Euro auf den Einzelnutzer-Monatspreis und sagenhafte 5 Euro auf den Familienabo-Preis auf! Da drängt sich doch die Frage nach dem Warum auf … Google hat aber leider bis dato nicht verraten, was es mit dieser Preis-Diskrepanz auf sich hat. Wenn du dir YouTube Premium nicht im iOS-Shop kaufst, kannst du im Jahr 48 bzw. 60 sparen!

Du kannst dir eben diese kostenpflichtige Premium-Version zulegen oder den Gratisdienst mit Werbung nutzen. Es gibt verschiedene Versionen, für Tablets und Smartphones die passende App und natürlich auch einen Player für den PC. Einfach ausprobieren – wir sind gespannt auf deine Meinung zum neuen Google-Angebot. Ob YouTube Music sich den Musik-Streaming-Olymp sichern und Spotify & Co vom Thron stoßen wird?

Quelle: Welt Online, Zeit Online

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Google nimmt neuen Kurs auf Musik-Streaming-Olymp: YouTube Music soll Spotify & Co vom Thron stoßen
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Das nennen wir mal eine Kampfansage: Google hält sich nicht an den alten Spruch "Schuster bleib bei den Leisten". Passt ja auch nicht ins dynamische Internet-Zeitalter. Der Konzern dachte sich stattdessen eben mal schnell: Was Apple und Spotify können, können wir schon lange. Musik-Streamen nämlich. Seit 18. Juni ist der neue Google Musik-Streamingdienst von YouTube, das zu Google gehört, erhältlich.
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