Google Chrome überträgt User-Infos an YouTube & Co

Millionen  von Menschen auf der ganzen Welt nutzen Google Chrome. Damit ist der Browser der Nummer 1 Browser überhaupt. Allerdings ist er leider auch beim Datensaugen ganz vorne dabei. Wie jetzt ein Entwickler herausgefunden hat, übermittelt Google Chrome anscheinend an das Marketingbündnis DoubleClick und Google-Services wie YouTube automatisch Infos. Und zwar ganz ohne dass der jeweilige User überhaupt bei Google angemeldet ist!

Google steht immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik, was Datenschutz angeht. Damit nimmt es der Konzern nicht so genau und beeinträchtigt gerne die Privatsphäre der User. Oft ist sogar die Rede „vom gläsernen Nutzer“ … Und auch diesmal zeigt die Entdeckung des Entwicklers wieder einmal, wie Google mit Informationen umgeht. Und zwar mit jenen von absolut allen Nutzern.

Mit übermittelten Infos könnten User eindeutig identifiziert werden!Google Chrome

Bei den Daten, die Google Chrome automatisch immer dann weiterleitet, wenn du einen Google-Dienst aufrufst, handelt es sich um sogenannte „X-Client-Data“-Infos. Diese machen es möglich, User klar zu identifizieren. Die „X-Client-Data“ selbst ist zwar noch nicht eindeutig, sondern einer von 8.000 Werten. Aber es werden bei einem Seiten-Aufruf ja auch noch andere Daten übermittelt. Das Ganze dann in Kombination kann sehr wohl den Nutzer identifizieren. Da hilft es auch nichts, wenn du Cookies deaktiviert hast (was du sowieso machen solltest). Ja, selbst ein VPN ist hier machtlos (auch wenn es sonst natürlich jede Menge Vorteile für deine Privatsphäre hat).

Was sagt Google dazu?

Google verharmlost das Thema natürlich. Bereits seit Jahren findet die Daten-Übertragung statt. Es handle sich aber keinesfalls um persönliche Infos. Das „X-Client-Data“-Feld sei nur dazu da, Google Chrome-Browserversionen zu erkennen.

Aus für Drittanbieter-Cookies bei Google?

Diese Datenschutz-Kritik kommt dem Konzern momentan sicherlich nicht gerade gelegen. Denn erst vor Kurzem hat Google das Aus für Third Party Cookies bei Google Chrome angekündigt – und damit weniger Tracking der User. Denn die Cookies von Drittanbietern ermöglichen es Werbetreibenden, deine Internet-Aktivitäten ganz genau nachzuverfolgen. Eine an sich gute Sachen – mit Haken. Denn das Blockieren von Third Party Cookies verhindert natürlich nicht Cookies von Betreibern wie Google selbst! Böse Zungen behaupten gar, dass Google mit diesem Schachzug im Deckmäntelchen des Datenschutzes seine Werbekonkurrenten ausschalten möchte …

Wie immer gilt: Sei vorsichtig, wenn es um Google-Dienste geht! Es gibt auch andere Browser-Alternativen, die empfehlenswert sind – hier unsere Tipps.


Erstellt am:6. Februar 2020


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