Gefahr eines Riesen-Datenlecks: Ende für Google+ 2019

Google hat bekanntgegeben, noch einen Fehler in einer Google+-Programmschnittstelle gefunden zu haben. Dadurch könnten Daten von über 50 Millionen Usern des sozialen Netzwerks gestohlen worden sein – rein theoretisch. Denn der Konzern hat nach eigenen Angaben keinerlei Anzeichen für einen tatsächlichen Missbrauch entdeckt. Nichtsdestotrotz sind die Tage von Google+ durch diesen neuerlichen Bug gezählt. Im April 2019 ist das Netzwerk Geschichte.

Eigentlich war die Abschaltung von Google+ erst für Juni nächsten Jahres geplant. Aber bereits im Oktober hatte Google eine Datenpanne zu verzeichnen, die allerding „nur“ 500.000 Nutzer betraf. Auch hier war eine API fehlerhaft und machte private Profildaten öffentlich. Auch damals soll der Bug aber nicht von Dritten ausgenutzt worden sein, es sei kein Zugriff auf das System erfolgt, gibt der Konzern an.

Neuer Bug durch November-Update

Beim jetzigen Fehler handelt es sich um einen neuen, so Google in einem Blogpost. Er soll durch ein Update im November passiert sein und hat App-Entwicklern zumindest die theoretische Möglichkeit gegeben, 6 Tage lang nicht-öffentliche Nutzerdaten einzusehen – nämlich auf Profilen von Kontakten jener User, welche die jeweilige App nutzten. Es gäbe aber keine Anzeichen dafür, dass die Entwickler die Möglichkeit der Dateneinsicht überhaupt bemerkt, geschweige denn genutzt hätten, so Google.

Keine Finanz- oder Zugangsdaten betroffen

Ein Identitätsdiebstahl wäre laut Google nicht möglich gewesen, da keine Zugangsdaten, Finanzinfos etc. unter der zugänglichen Daten waren. Der Fehler wurde vom Konzern selbst entdeckt und behoben, die betroffenen User werden nun informiert.

Soziales Netzwerk wird in G-Suite eingegliedert

Dieser nicht unbeachtliche Fehler im Sinne des Datenschutzes hat Google dazu bewegt, Google+ im April 2019 einzustampfen. Bis dahin kannst du noch deine Daten sichern. Wenn du ein Google-Fan bist, wird es auch zukünftig ein soziales Netzwerk des Konzerns geben. Dieses soll dann aber in die G-Suite integriert und vor allem auf die Bedürfnisse von Unternehmen und deren vereinfachte Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg zugeschnitten sein.

Quelle: ZDNet.de; Foto: crello


Erstellt am:13. Dezember 2018


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