Datenklau, wenn du es nicht merkst: iPhone spioniert dich im Schlaf aus!

Apple behauptet, was auf deinem iPhone passiert, bleibt auch auf deinem iPhone. Ein Experiment der Washington Post hat gezeigt, Datenklau, wenn du es nicht merkst: iPhone spioniert dich im Schlaf aus! 2dass das absolut nicht stimmt. Im Gegenteil, während deines Schönheitsschlafs wird deine Privatsphäre ordentlich verletzt: Innerhalb einer einzigen Woche sollen 5.400 versteckte Apps sensible Daten am iPhone abgesaugt und an Dritte weitergegeben haben!

Da legst du dich gemütlich in dein Bett und denkst, zumindest während dem Schlafen musst du dir über deine Online-Privatsphäre und Datenschutz keine Sorgen machen. Weit gefehlt, wenn du ein iPhone hast. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie der Washington Post mit den Sicherheitsexperten von Disconnect. Denn das iPhone begibt sich keineswegs zur Ruhe und gibt auch nicht viel Grund für süße Träume. Denn in nur sieben Tagen hat das Forscher-Team beobachtet, wie das iPhone und iOS-Apps nicht nur Daten erfasst, sondern auch gleich an Dritte weitergeleitet hat. Dabei soll es sich um Firmen gehandelt haben, die der Testperson unbekannt sind. Über ein Monat ausgedehnt ergäben sich 1,5 GB an Daten, die still und leise während du schläfst nach draußen gehen …

Sensible Daten wie Standort oder Telefonnummer

Und: Bei den abgesaugten Daten handelt es sich keineswegs um Peanuts: So sollen der exakte Standort, der digitale Fingerprint, E-Mai und Telefonnummer weitergegeben worden sein. Das Service Yelp erhielt im Fünfminuten-Takt Nachrichten mit der IP-Adresse. Ein anderes Service konnte anhand der weitergegebenen Daten das iPhone identifizieren und auch gleich noch andere Tracker einschleusen.

Apps wie Nike, Spotify oder Microsoft OneDrive geben Daten weiter

Auch die beteiligten Apps sind keineswegs Unbekannte! Unter anderem sendeten Nike, Spotify, Microsoft OneDrive, IBM Weather und sogar die Washington Post-App selbst die Daten des Testers weiter an diverse Firmen. Dabei wurde auch ganz klar gegen die jeweiligen firmeninternen Datenschutzbestimmungen verstoßen. Bei manchen Apps, wie Yelp, scheint es sich bei der Datenweitergabe um eine nicht gewollte Funktion handeln. Anders beim Großteil der aufgeflogenen Apps: Die Tracker nehmen genau dann ihre Arbeit auf, wenn das iPhone geladen wird oder nicht gestört werden kann. Der Datenklau hat also System!

Apple hat dazu nicht wirklich viel zu sagen und verweist darauf, dass die Apps immer offenlegen müssten, mit wem Daten geteilt werden. Was die Apps aber tatsächlich tun, bleibt zumeist im Unklaren. Wenn du dich also das nächste Mal zur Ruhe bettest, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass dein iPhone munter deine Privatsphäre kompromittiert …

Quelle: Washington Post; Foto: pixabay.com


Erstellt am:2. Juni 2019


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