#CryptoLeaks – „Operation Rubikon“: CIA & BND haben uns jahrelang ausspioniert!

Ein echter Skandal, was da bei einer Medien-Recherche zu Tage kam: Der Bundesnachrichtendienst (BND) und die CIA haben fast 15 Jahre lang mehr als 120 Länder ausspioniert! Von 1970 bis 1993 wurde unter dem Motto #CryptoLeaks die verschlüsselte Kommunikation von europäischen und Dritte-Welt-Staaten belauscht – dank manipulierter Verschlüsselungsgeräte!

Hunderttausende verschlüsselte Nachrich#CryptoLeaks Spionage durch die CIAten belauscht

Aufgedeckt haben die sogenannte „Operation Rubikon“ der ZDF, der Schweizer TV-Sender SRF und die Washington Post. Den Medien liegen auch 280 Seiten umfassende Geheimakten der beiden Geheimdienste vor, die als Beweis für #CryptoLeaks dienen. Diesen Akten ist zu entnehmen, dass Hundertausende verschlüsselter Nachrichten von Militärs, Regierungen, Behörden und Diplomaten ausspioniert wurden. Darunter Länder wie Saudi-Arabien, Iran, Argentinien und Österreich.

#CryptoLeaks höchst erfolgreiche Operation der Geheimdienste

Statt geheimer Botschaften hörten CIA und BND einfach mal so jahrelang mit … Und freuten sich auch recht über ihren Erfolg – so sei die „Operation Rubikon laut Akten „eine der erfolgreichsten nachrichtendienstlichen Unternehmungen der Nachkriegszeit“ gewesen.

Wie konnte #CryptoLeaks überhaupt passieren?

Unglaublich, aber wahr: Just die immer so neutrale Schweiz war Kern des Übels. Bzw. die dort beheimatete Firma „Crypto AG“, ihres Zeichens Marktführer bei „abhörsicheren“ Verschlüsselungsgeräten und seit jeher aufgrund ihrer gemunkelten Geheimdienstverbindungen umstritten. Die „Crypto AG“ gehörte allerdings nicht irgendwelchen Unternehmern, sondern wurde von CIA und BND via einer liechtensteinischen Stiftung gekauft.

„Abhörsichere“ Verschlüsselungsgeräte mit Spionage-Effekt

Bei den Verschlüsselungsgeräten gab es zwei Sorten: Eine, die tatsächlich abhörsicher war. Diese echten Geräte wurden aber in der Minderzahl vertrieben. Beispielsweise erhielt – nicht unbedingt verwunderlich – die Schweiz derartige Geräte. Dem Gros der anderen Länder wurden die Spionage-Geräte verkauft. Ja, richtig gelesen: VERKAUFT. Historiker Prof. Richard Aldrich, der die Akten u. a. auswertete: „Die Operation Rubikon war eine der kühnsten und auch skandalträchtigsten Operationen, denn über hundert Staaten zahlten Milliarden US-Dollar dafür, dass ihnen ihre Staatsgeheimnisse gestohlen wurden.“

Abhören zahlte sich aus – bei Verhandlungen bis hin zu Kriegen

Aus den geheimen Unterlagen geht auch eindeutig hervor, dass das Abhören sich wirklich in staatskritischen Bereichen auszahlte. Die USA konnte sich die Erkenntnisse bei Verhandlungen bis hin zu Kriegen zunutze machen. So hat #CryptoLeaks sowohl bei der US-Invasion in Panama, den Camp-David-Verhandlungen als auch bei den Verhandlungen im Iran 1981 über die amerikanischen Geiseln eine maßgebliche Rolle gespielt. Auch die Briten profitierten von der Spionage, sie erhielten wesentliche Infos im Zusammenhang mit dem Falkland-Krieg.

Crypto-Geräte teilweise für bis zu 70 % der Aufklärungserfolge verantwortlich

Laut Geheimdienstspezialist Erich-Schmidt-Eenboom gegenüber dem SR hätten BND und CIA zu bestimmten Zeiten bis zu 70 % ihrer Aufklärungserfolge den knackbaren Verschlüsselungsgeräten #CryptoLeaks zu verdanken gehabt.

Und der Bundesnachrichtendienst?

Der schweigt. Dem ZDF wurde lediglich mitgeteilt, dass der BND „zu Angelegenheiten, welche die operative Arbeit betreffen, grundsätzlich nicht öffentlich Stellung nimmt.“ Aja.

Wann & wie wurde die „Aktion Rubikon“ gestoppt?

Die Verschlüsselungsgeräte der Firma Crypo wurden noch bis Dezember letzten Jahres verkauft! Danach strich die Schweizer Regierung die Exportbewilligungen von Crypto International. Der Bundesnachrichtendienst soll die Mitarbeit bei der Operation 1993 gestoppt haben. Aber kein Grund für die CIA aufzuhören: Angeblich hat der mächtige Geheimdienst bis 2018 munter weiter seine manipulierten Geräte verkauft und andere Länder damit ausspioniert … Aber neben der CIA gibt es auch noch zahlreiche andere Geheimdienste, die unserer Privatsphäre gefährlich werden könnten. Deshalb: So gut schützen, wie nur geht!


Erstellt am:12. Februar 2020


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